Handy-Ablenkung führt zu schwerem Unfall mit Hochgeschwindigkeitszug in NRW
Iwona RoggeAblenken durch Handy auf dem Bahnsteig: Mann von durchfahrendem ICE erfasst - Handy-Ablenkung führt zu schwerem Unfall mit Hochgeschwindigkeitszug in NRW
Ein 27-jähriger Mann ist in Leichlingen (Nordrhein-Westfalen) von einem Hochgeschwindigkeitszug der Deutschen Bahn erfasst worden, nachdem er durch sein Handy abgelenkt worden war. Bei dem Zusammenstoß erlitt er schwere Verletzungen, zudem kam es zu vorübergehenden Streckensperrungen, die den Bahnverkehr in der Region beeinträchtigten.
Der Unfall ereignete sich, als der Mann während der Handynutzung zu nah an die Plattformkante trat. Trotz des Notpfiffs des Lokführers und einer sofortigen Bremsung konnte die Kollision nicht mehr verhindert werden. Rettungskräfte flogen den Verletzten mit einer Kopfverletzung in ein nahegelegenes Universitätsklinikum aus.
Laut offiziellen Statistiken der Deutschen Bahn und des Bundesverkehrsministeriums nehmen solche Vorfälle in Deutschland zu. Zwischen 2023 und 2025 wurden rund 1.200 Unfälle auf deutschen Bahnhöfen mit Ablenkung durch Smartphones in Verbindung gebracht. Besonders betroffen war das Jahr 2024 mit 450 dokumentierten Fällen.
Die anschließende Streckensperrung führte zu Verspätungen für Reisende. Wann der Regelbetrieb wiederaufgenommen wird, steht noch nicht fest.
Der Mann befindet sich weiterhin im Krankenhaus. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Gefahren durch Unachtsamkeit in der Nähe von Gleisanlagen. Der Regionalverkehr war durch die Sperrungen beeinträchtigt; weitere Updates der Verkehrsbehörden werden erwartet.
