30 December 2025, 13:35

Henriette Reker bereut umstrittene Aussagen zu Kölner Silvesterangriffen 2015

Ein Plakat mit Bildern von Frauen und begleitendem Text.

Henriette Reker zu ihrer 'Distanz' - Äußerung: 'Es war falsch' - Henriette Reker bereut umstrittene Aussagen zu Kölner Silvesterangriffen 2015

Henriette Reker, Kölner Oberbürgermeisterin während der Silvesterangriffe 2015/2016, hat Bedauern über ihre umstrittenen Äußerungen zu den Vorfällen geäußert. Sie räumte ein, dass ihr Rat an Frauen, "Fremde auf Armeslänge zu halten", unangemessen gewesen sei, da die Opfer die Straftaten nicht hätten verhindern können. Die Angriffe, die größtenteils von Männern aus Nordafrika verübt wurden, lösten eine breite Debatte über Deutschlands Flüchtlingspolitik und die öffentliche Sicherheit aus.

Reker war erst seit wenigen Wochen im Amt, als es in der Nacht zum 1. Januar 2016 zu den Übergriffen kam. Über 1.000 Frauen berichteten von sexueller Belästigung und Diebstählen durch große Gruppen von Männern, vor allem aus Algerien und Marokko. Ihre erste Reaktion, in der sie eine Parteibroschüre zu Sicherheitshinweisen zitierte, sorgte für Empörung, da sie als Opferbeschuldigung wahrgenommen wurde.

Während ihres ersten Wahlkampfs hatte Reker ein Messerattentat überlebt, das ihren politischen Aufstieg vorübergehend unterbrach. Nach den Silvesterereignissen erhielt sie öffentliche Unterstützung von Olaf Scholz, damals Erster Bürgermeister Hamburgs. Trotz der Kontroversen blieb sie bis 2025 Oberbürgermeisterin – zunächst gestützt von einer Koalition aus CDU, Grünen und FDP, später nur noch von CDU und Grünen.

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Die Angriffe prägten die Diskussionen über die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel neu. Viele warfen den Behörden vor, die Bürger nicht ausreichend geschützt zu haben, was die Sorgen über die innere Sicherheit und Integration vertiefte.

Rekers spätes Eingeständnis kommt Jahre nach den Vorfällen, doch die Folgen ihrer Aussagen wirkten lange nach. Die Angriffe legten die Spannungen um Migration und Sicherheit offen und hinterließen einen bleibenden Eindruck in der deutschen Politik. Ihre zehnjährige Amtszeit als Oberbürgermeisterin endete 2025 – ein Kapitel, das von sowohl Widerstandskraft als auch Kontroversen geprägt war.