07 June 2026, 08:32

Herbstalarm: Warum Wildunfälle im Kreis Lippe jetzt besonders gefährlich sind

POL-LIP: Kreis Lippe. Vorsicht: Wildtiere auf den Straßen im Lipperland.

Herbstalarm: Warum Wildunfälle im Kreis Lippe jetzt besonders gefährlich sind

Herbst bringt erhöhtes Risiko für Wildunfälle – besonders im Kreis Lippe

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Mit dem Herbst steigt die Gefahr von Zusammenstößen mit Wildtieren auf den Straßen, vor allem in der Region Lippe. Nachdem ein 16-jähriger Motorradfahrer bei einem Unfall mit einem Wildschwein verletzt wurde, hat die Polizei neue Verhaltensregeln für Autofahrer herausgegeben. Die Behörden warnen, dass Tiere in dieser Jahreszeit besonders aktiv sind, da sie auf Nahrungssuche gehen.

Die Polizei im Kreis Lippe wird häufig zu Wildunfällen gerufen – vor allem in der Dämmerung und bei Sonnenaufgang. Wildschweine, Rehe und Rotwild bewegen sich oft in Gruppen, sodass nach einem Tier weitere folgen können, wenn es die Straße überquert. Motorradfahrer sind besonders gefährdet, wie der aktuelle Vorfall mit dem jungen Fahrer zeigt.

So sollten sich Autofahrer verhalten: Falls ein Tier auf oder nahe der Fahrbahn auftaucht, gilt: Lenkrad festhalten, gleichmäßig bremsen und das Abblendlicht einschalten. Hupen kann das Tier verscheuchen. Plötzliche Ausweichmanöver sollten jedoch vermieden werden, um Kollisionen mit anderen Fahrzeugen oder Hindernissen zu verhindern.

Nach einem Unfall: Fahrer müssen Ruhe bewahren und die Unfallstelle absichern. Die Polizei unter der Notrufnummer 110 zu alarmieren ist unverzichtbar – die Beamten verständigen dann die örtliche Jägervereinigung, die sich um das Tier kümmert. Auf keinen Fall darf man sich dem Tier nähern, selbst wenn es verletzt oder auf der Flucht erscheint. Es könnte weiterhin eine Gefahr darstellen.

Laut deutscher Verkehrsregeln ist eine Vollbremsung bei kleinen Tieren wie Hasen, Füchsen, Eichhörnchen oder Igeln nicht erlaubt. Priorität hat die Vermeidung schwerer Unfälle bei gleichzeitiger Verkehrssicherheit.

Da Wildtiere im Herbst vermehrt unterwegs sind, werden Autofahrer – besonders in ländlichen Gebieten – zu erhöhter Aufmerksamkeit aufgefordert. Wer diese Hinweise beachtet, kann das Risiko mindern und die Straßen für alle sicherer machen. Die Polizei wird weiterhin Gefahrenzonen überwachen und bei Bedarf mit Jägern zusammenarbeiten.

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