25 March 2026, 10:29

Historischer Cum-Ex-Prozess in Bonn: Drei Banker wegen 280-Millionen-Betrugs angeklagt

Schwarz-weiß-Zeichnung eines Gerichtssaals mit einer Gruppe von Menschen an einem unordentlichen Tisch, einige sehen ernst oder besorgt aus.

Historischer Cum-Ex-Prozess in Bonn: Drei Banker wegen 280-Millionen-Betrugs angeklagt

In Siegburg bei Bonn hat ein großer Prozess um Cum-Ex-Steuerhinterziehung begonnen. Drei ehemalige Banker, darunter zwei Ex-Mitarbeiter der M.M. Warburg & Co, müssen sich wegen des Vorwurfs verantworten, dem Staat Steuerschäden in Höhe von rund 280 Millionen Euro verursacht zu haben. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen betrügerische Aktiengeschäfte, mit denen Steuern zurückgefordert wurden, die nie gezahlt worden waren.

Der Prozess findet in einem eigens errichteten Gerichtssaal am Landgericht Bonn statt. Die Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft Köln geführt. Neben den beiden Warburg-Bankern ist ein dritter Angeklagter der Beihilfe zu dem System vorgeworfen.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, Cum-Ex-Geschäfte getätigt zu haben, bei denen sie durch die Ausnutzung von Gesetzeslücken für dieselben Aktien mehrfach Steuererstattungen beantragten. Die Verhandlungen sind auf mindestens 53 Verhandlungstage angesetzt; ein Abschluss wird für Mitte Dezember erwartet.

Noch in diesem Jahr könnten bis zu sieben weitere Anklagen folgen. Zwar steht die genaue Zahl neuer Cum-Ex-Verfahren für 2026 noch nicht fest, doch in Bonn haben bereits zwei zusätzliche Prozesse begonnen. Herausforderungen wie Verjährungsfristen in Nordrhein-Westfalen könnten künftige Verfahren beeinflussen. Weitere mögliche Prozessstandorte sind Hamburg, wo noch Ermittlungen gegen die Warburg Bank und das Finanzamt laufen, sowie Köln und Düsseldorf, wo Staatsanwaltschaften und Landtagsdebatten eine Rolle spielen. Auch in Frankfurt könnten Verfahren im Zusammenhang mit der pleitegegangenen Maple Bank anstehen.

Der Prozess markiert einen weiteren Schritt in Deutschlands hartem Vorgehen gegen Cum-Ex-Steuerbetrug. Bei einer Verurteilung drohen den Angeklagten erhebliche Strafen für ihre Beteiligung an dem 280-Millionen-Euro-Betrug. Das Urteil könnte zudem Auswirkungen auf anstehende Verfahren haben, die mit ähnlichen Finanzpraktiken zusammenhängen.

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