09 February 2026, 05:14

Historischer Zoll-Koffer aus den 1950ern findet neue Heimat in Aachen

Ein Museumsraum voller verschiedener Artefakte, darunter Glasboxen mit Skulpturen und anderen Gegenständen sowie Fotorahmen an den Wänden, wahrscheinlich das Nationalmuseum der Anthropologie.

Historischer Zoll-Koffer aus den 1950ern findet neue Heimat in Aachen

Ein historischer Koffer mit kriminaltechnischen Beweismitteln aus den 1950er- und 1960er-Jahren hat in Aachen eine neue Heimat gefunden. Das einst von Zollfahndern genutzte Exponat wurde am 17. November offiziell an die Stadt übergeben und ist nun Teil der Sammlung des Friedrichs-Zollmuseums im Stadtteil Hornbach.

Der Koffer enthält eine Auswahl an magnetischen Pulvern sowie spezielle Werkzeuge zur Spurensicherung und Beweismittelerhaltung. Solche Utensilien gehörten vor Jahrzehnten zur Standardausrüstung von Zollbeamten. Regierungsdirektor Müller, Leiter des Zollfahndungsamts Essen, überreichte das Stück an Dr. Pohle, den Direktor der Route Charlemagne.

Die Übergabe erfolgte im Rahmen einer kurzen Feierstunde und markiert den Übergang des Koffers vom aktiven Einsatz zur öffentlichen Ausstellung. Sein neuer Standort ist das Friedrichs-Zollmuseum, das im ehemaligen Zollamt Hornbach an der Hornacher Straße untergebracht ist. Das Museum zeigt bereits Exponate zur Geschichte des Zollwesens in der Aachener Region.

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Künftig können Besucher den Koffer zusammen mit weiteren Objekten besichtigen, die vergangene Ermittlungsmethoden veranschaulichen. Während das Museum die lokale Zollgeschichte beleuchtet, sind umfassendere Themen wie Schmuggelströme oder der Kaffeehandel in der Euregio im 20. Jahrhundert nicht Teil dieser spezifischen Ausstellung.

Der kriminaltechnische Koffer bietet eine greifbare Verbindung zur Zollarbeit in der Mitte des letzten Jahrhunderts. Seine Präsentation im Friedrichs-Zollmuseum gibt Einblicke in die damaligen Arbeitsmittel und -methoden der Beamten. Das Exponat ist nun fester Bestandteil der Dauerausstellung in Hornbach.