30 May 2026, 22:25

Holzwickede testet Deutschlands erstes Wasserstoff-Heiznetz für Haushalte

Erstmals Heizung mit reinem Wasserstoff aus dem Gasnetz

Holzwickede testet Deutschlands erstes Wasserstoff-Heiznetz für Haushalte

Pilotprojekt für Wasserstoffheizung in Holzwickede bei Dortmund gestartet

In Holzwickede nahe Dortmund läuft nun ein wegweisendes Projekt zur Wasserstoffheizung. Der Netzbetreiber Westnetz hat Deutschlands erstes Wasserstoff-Verteilnetz in Betrieb genommen und versorgt damit drei lokale Kunden mit sauberer Energie. Die Initiative markiert einen wichtigen Schritt bei der Erprobung von Wasserstoff als Ersatz für Erdgas in Haushalten.

Das unter dem Namen H2HoWi bekannte Vorhaben startete im Oktober 2022, als Westnetz begann, zu 100 Prozent grünen Wasserstoff durch eine umgerüstete Erdgasleitung zu leiten. Der eingesetzte Wasserstoff erfüllt strenge Qualitätsnormen und ist mit der Reinheitsklasse 3.0 (99,9 Prozent Reinheit) zertifiziert.

Drei Haushalte in der Region heizen nun mit speziell für Wasserstoff angepassten Weishaupt Thermo Condens-Heizkesseln. Die Geräte sind in drei Leistungsstufen – 15, 25 und 32 Kilowatt – erhältlich und verbrennen den Wasserstoff nahezu emissionsfrei. Weishaupt erhielt kürzlich die Zulassung für den Betrieb dieser Anlagen mit reinem Wasserstoff.

Wissenschaftler des Deutschen Energieinstituts Freiberg begleiten das Projekt. Ihre Forschung soll belegen, dass bestehende Gasnetze Wasserstoff sicher anstelle von Erdgas transportieren können. Die Testphase läuft bis Ende 2026 und sammelt Daten zu Effizienz und Zuverlässigkeit der Technologie.

Das Projekt in Holzwickede zeigt, wie Wasserstoff künftig Erdgas in Heizsystemen ersetzen könnte. Bei Erfolg könnte es den Weg für eine breitere Nutzung von Wasserstoff in der Wohnraumenergie ebnen. Die Ergebnisse werden die künftige Ausrichtung der Politik zu klimaneutralen Heizlösungen mitprägen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle