29 January 2026, 23:34

Immer weniger Studierende erhalten staatliche Förderung – Experten schlagen Alarm

Ein Plakat mit dem Text "Die Biden-Harris-Regierung hatadditionalen 9 Milliarden US-Dollar für die Tilgung von Studienkrediten für 125.000 Schuldner genehmigt" und einem Logo unten.

Studie: Nachfrage nach staatlich finanzierter Studienförderung sinkt weiter - Immer weniger Studierende erhalten staatliche Förderung – Experten schlagen Alarm

Immer weniger Studierende in Deutschland sind auf staatliche finanzielle Unterstützung für ihr Studium angewiesen – das zeigen aktuelle Nachrichten. 2024 erhielten nur noch 15,1 Prozent der Studierenden Förderung durch Stipendien, Zuschüsse oder Kredite – ein Rückgang um 1,7 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Expertinnen und Experten warnen, dass dieser Trend bestehende Probleme im Hochschulbereich weiter verschärfen könnte.

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Die neuesten Nachrichten belegen einen kontinuierlichen Rückgang bei fast allen Formen staatlicher Studienfinanzierung. Rund 326.000 Studierende (11,4 Prozent) bezogen 2024 BAföG-Leistungen, während 69.000 (2,4 Prozent) ein Stipendium erhielten. Am wenigsten gefragt waren staatlich geförderte Studienkredite: Nur 44.000 Studierende (1,4 Prozent) nahmen sie in Anspruch. Eine Ausnahme bildete das Deutschlandstipendium, das einen leichten Anstieg verzeichnete.

Thüringen verzeichnete mit nur zehn Prozent die niedrigste Inanspruchnahme – dort erhielt lediglich ein Zehntel der Studierenden irgendeine Form staatlicher Unterstützung. Ulrich Müller vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) kritisierte das System als unzureichend, um Studierenden ausreichende finanzielle Sicherheit zu bieten. Er argumentiert, dass die mangelnde Förderung viele dazu zwinge, neben dem Studium lange Arbeitszeiten zu absolvieren, was zu Verzögerungen beim Studienabschluss oder sogar zum Abbruch führe.

Müller verwies zudem auf weitere Risiken wie eingeschränkte Studienwahlmöglichkeiten und verlängerte Studienzeiten. Trotz dieser Bedenken haben aktuelle politische Debatten bisher keine konkreten Reformvorschläge hervorgebracht, um die strukturellen Schwächen der Studienfinanzierung zu beheben. Stattdessen stehen Vorhaben wie der Digitalisierungsplan HFD 4.0 und die Integration von KI in der Lehre im Fokus.

Der Rückgang staatlicher Unterstützung lässt viele Studierende mit den Lebenshaltungskosten und Studiengebühren allein. Ohne gezielte Reformen könnte das aktuelle System weiterhin Bildungschancen begrenzen und die Abbrecherquoten erhöhen. Bisher sind jedoch keine größeren Änderungen geplant, um den Negativtrend umzukehren.