05 January 2026, 00:48

Jugendkriminalität in NRW 2024: Weniger Täter, aber mehr junge Opfer als je zuvor

Zwei Personen stehen zusammen, eine hält ein Kind mit einem Bier, die andere trägt ein Drama-Kostüm, mit einem Tisch voller Essen daneben und einer Gruppe von Menschen im Hintergrund.

Mehr junge Opfer von Kriminalität in NRW - Jugendkriminalität in NRW 2024: Weniger Täter, aber mehr junge Opfer als je zuvor

Neue Zahlen aus Nordrhein-Westfalen zeigen ein gemischtes Bild der Jugendkriminalität im Jahr 2024. Zwar gingen die Gesamtstraftaten um 10,4 % zurück, doch die Zahl der jungen Opfer stieg um 2,1 % auf 76.675 unter 21-Jährige. Polizeiberichte verzeichnen zudem Verschiebungen bei den Deliktarten, die von Minderjährigen und jungen Erwachsenen begangen werden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die aktuellen Daten der Polizei NRW weisen einen Rückgang der unter 21-jährigen Tatverdächtigen um 7,4 % im Vergleich zum Vorjahr aus. Von den Beschuldigten waren 28 % weiblich und 72 % männlich. Dieser Trend passt zu einem allgemeinen Rückgang der Jugendkriminalität, die insgesamt um 10,4 % sank.

Alkoholbedingte Straftaten von Jugendlichen sind im vergangenen Jahrzehnt stark zurückgegangen. Während 2015 noch rund 10.300 solche Vorfälle registriert wurden, lag die Zahl 2024 bei nur noch knapp über 3.700 – weniger als die Hälfte des früheren Werts. Einige Delikte verzeichneten jedoch deutliche Zunahmen: Körperverletzungen stiegen um 2,5 %, während Ausschreitungen sogar um 61,1 % in die Höhe schnellten. Auch Erpressungen und Beleidigungen nahmen zu, und zwar um 2,9 % bzw. 9,2 %. Die Daten wurden im Dezember 2025 im Landtag NRW diskutiert, zusammen mit einer Studie zu Trends der Jugenddelinquenz. Unter den Opfern waren 54,7 % männlich und 45,3 % weiblich. Die Gesamtzahl der jungen Opfer stieg auf 76.675, was einem Anstieg von 2,1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Der Bericht für 2024 zeigt gegenläufige Entwicklungen bei der Jugendkriminalität in Nordrhein-Westfalen: Weniger junge Menschen werden als Tatverdächtige geführt, doch mehr werden zu Opfern von Straftaten. Die Behörden beobachten weiterhin die Verhaltensänderungen, insbesondere den Anstieg gewalttätiger Vorfälle und den Rückgang alkoholverbundener Delikte.