22 February 2026, 22:45

Junger Apotheker übernimmt insolvente Barbara-Apotheke in Hamm und setzt auf Wachstum

Eine Apotheke namens "Die Generika-Apotheke" umgeben von Gebäuden, Strommasten, Werbetafeln, Topfpflanzen, Kraftfahrzeugen auf der Straße, unter einem klaren blauen Himmel.

Junger Apotheker übernimmt insolvente Barbara-Apotheke in Hamm und setzt auf Wachstum

Aykut Akkaya, ein 31-jähriger Apotheker, hat die Barbara-Apotheke in Hamm übernommen – nachdem der vorherige Inhaber Insolvenz anmelden musste. Dieser Schritt erfolgt trotz eines bundesweiten Rückgangs der Apothekenzahlen: Seit 2020 mussten über 2.150 Apotheken in Deutschland schließen, bedingt durch steigende Kosten und finanzielle Belastungen. Akkaya, der bereits die Zeppelin-Apotheke in Ahlen besitzt, sieht im Standort Hamm jedoch großes Potenzial.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Vor vier Jahren stieg Akkaya als Filialleiter in die Zeppelin-Apotheke ein, bevor er sie ein Jahr später selbst übernahm. Die dort gesammelten Erfahrungen gaben ihm die Sicherheit, sich mit der Übernahme der Barbara-Apotheke weiter zu expandieren – die einzige Apotheke im Hammer Stadtteil Pelkum. Zwar hatte der Vorgänger mit finanziellen Problemen zu kämpfen, doch das Geschäft ist mittlerweile stabil: Frühere Herausforderungen wie hohe Personalkosten sind bereits behoben.

Um die Bank für die Übernahme zu gewinnen, musste Akkaya detaillierte Geschäftsprognosen vorlegen – ein Zeichen für die verschärften Kreditvergaberichtlinien. Mittlerweile führt er an beiden Standorten Teams mit jeweils 13 Mitarbeitenden und ist überzeugt, die Arbeitsbelastung gut stemmen zu können. Zu seinen Plänen gehören der Ausbau der Digitalisierung, um mehr Online-Bestellungen abwickeln zu können, sowie eine stärkere Präsenz in sozialen Medien, um jüngere Kundschaft anzusprechen.

Die Branche steht unter Druck: Zwischen 2020 und Ende 2025 sank die Zahl der Apotheken in Deutschland von 18.753 auf 16.601 – ein Minus von 2.152. Steigende Betriebskosten, die um 65 Prozent zulegten, sowie unveränderte Festzuschläge trieben viele kleinere Betriebe in die Schließung.

Die Barbara-Apotheke bleibt jedoch die einzige Anlaufstelle im Stadtteil und sichert so die lokale Gesundheitsversorgung. Akkayas Expansionsstrategie setzt auf Modernisierung und die Erschließung neuer Kundengruppen. Seine Doppelführung ist ein seltener Wachstumsschritt in einer ansonsten schrumpfenden Branche.