K-Messe 2025: Wie die Kunststoffbranche Recycling und Wettbewerb vereint
Rolf-Peter ScheelChina verkauft deutlich mehr Maschinen für die Plastikproduktion - K-Messe 2025: Wie die Kunststoffbranche Recycling und Wettbewerb vereint
Die K-Messe, Leitveranstaltung der Kunststoff- und Kautschukbranche, öffnet diesen Mittwoch in Düsseldorf ihre Tore. Bis zum 15. Oktober präsentieren sich dort rund 3.200 Aussteller und erwarten über 180.000 Besucher. Ein zentrales Thema in diesem Jahr ist die nachhaltige Kunststoffproduktion unter Einsatz von Recyclingmaterialien anstelle fossiler Rohstoffe.
Die europäische Maschinenbauindustrie für Kunststoffe und Kautschuk erzielte 2023 einen Umsatz von 17,7 Milliarden Euro. Deutschland steuerte dabei die Hälfte bei, doch der europäische Marktanteil ist mittlerweile auf 43 Prozent gesunken. Das Land bleibt zwar führend, doch der Wettbewerb wird immer stärker.
In Deutschland kommen Kunststoffe in nahezu allen Branchen zum Einsatz. Rund 30 Prozent entfallen auf Verpackungen, 24 Prozent auf den Bausektor und 11 Prozent auf die Fahrzeugindustrie. Selbst die Möbelproduktion ist in hohem Maße von Kunststoffen abhängig.
Der globale Markt hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich gewandelt. Chinas Anteil am weltweiten Verkauf von Kunststoff- und Kautschukmaschinen stieg von nur 4 Prozent im Jahr 2000 auf heute 32 Prozent. Gleichzeitig sank der US-Anteil im selben Zeitraum von 18 auf 7 Prozent. Chinesische Hersteller haben zu den deutschen mittelständischen Kunststoffunternehmen deutlich aufgeschlossen.
Recycling gewinnt in der Produktion zunehmend an Bedeutung. 2023 stammten bereits rund 20 Prozent der Kunststoffe aus Kreislaufmaterialien, vor allem durch mechanisches Recycling. Dieser Trend wird auf der Messe eine zentrale Rolle spielen.
Die K-Messe spiegelt sowohl die Herausforderungen als auch den Wandel der Kunststoffbranche wider. Während Europas Marktanteile schrumpfen und Chinas Einfluss wächst, wird der Umstieg auf recycelte Materialien immer dringlicher. Die Veranstaltung zeigt, wie sich Unternehmen an diese neuen Anforderungen anpassen.






