Kabeldiebstahl in Gelsenkirchen legt Bahnverkehr lahm – Polizei sucht Zeugen
Rolf-Peter ScheelKabeldiebstahl in Gelsenkirchen legt Bahnverkehr lahm – Polizei sucht Zeugen
Kabeldiebstahl in Gelsenkirchen: Bahnverkehr nach Sabotage an Signaltechnik schwer beeinträchtigt
Unbekannte Täter haben in Gelsenkirchen kritische Signalkabel einer Güterzugstrecke gestohlen und beschädigt. Der Vorfall, der in den frühen Morgenstunden des 16. Februar entdeckt wurde, führte zu massiven Behinderungen im Bahnverkehr und zwang die Behörden, einen wichtigen Streckenabschnitt zu sperren. Nun bitten die Ermittler Zeugen um Hinweise.
Zwischen dem 15. und 16. Februar hatten die Täter an einem Bahnübergang am Hüttweg etwa 15 Meter Signalkabel durchtrennt und entwendet. Teile des gestohlenen Kabels blieben auf den Gleisen liegen, wo sie von vorbeifahrenden Zügen überrollt und weiter zerstört wurden. Die Sabotage wurde gegen 3 Uhr morgens gemeldet, woraufhin die betroffene Strecke umgehend gesperrt werden musste.
Die Bundespolizei ermittelt wegen besonders schweren Diebstahls, Sachbeschädigung und Störung öffentlicher Betriebe. Der entstandene Schaden wird auf rund 50.000 Euro geschätzt. Die Beamten warnen eindringlich vor den lebensgefährlichen Risiken, die mit Manipulationen an Bahnanlagen verbunden sind – darunter Stromschläge durch unter Spannung stehende Systeme oder die 15.000-Volt-Oberleitungen.
Zur Aufklärung des Falls bittet die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe. Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise zu möglichen Tätern geben kann, wird gebeten, sich unter der kostenlosen Rufnummer der Bundespolizei 0800 6 888 000 oder unter 0231 562247-0 zu melden.
Die gestohlenen und beschädigten Kabel verursachten erhebliche Verspätungen und betriebliche Störungen im Schienenverkehr. Da es in Deutschland zuletzt keine vergleichbaren Vorfälle gab, geht die Polizei von einem Einzeltat aus – betont jedoch die Schwere des Delikts. Die Ermittlungen zur Identifizierung der Verantwortlichen laufen auf Hochtouren.
