Kevin Kampl beendet Karriere nach tragischem Verlust seines Bruders
Rolf-Peter ScheelKampl spricht über den Tod seines Bruders nach dem Verlassen von RB - Kevin Kampl beendet Karriere nach tragischem Verlust seines Bruders
Der ehemalige 1. Bundesliga-Mittelfeldspieler Kevin Kampl hat nach dem plötzlichen Tod seines älteren Bruders Seki seine Fußballkarriere beendet. Der 33-Jährige löste seinen Vertrag bei RB Leipzig auf und zog sich aus dem Profisport zurück. Der Verlust seines Bruders im vergangenen Oktober hinterließ tiefe Spuren – sowohl in seinem Privatleben als auch in seiner sportlichen Laufbahn bei der RB Leipzig.
Seki Kampl, der zum Zeitpunkt seines Todes 51 Jahre alt war, spielte eine zentrale Rolle in Kevins Leben. Über ein Jahrzehnt hinweg war er für ihn eine Vaterfigur, ein Mentor und der engste Vertraute. Kevin beschrieb den Verlust als verheerend; seit der Tragödie besucht er täglich das Grab seines Bruders.
Die Familie wurde von weiteren Schicksalsschlägen heimgesucht: Kampls Vater, dessen Gesundheit nach mehreren Schlaganfällen stark angeschlagen ist, benötigt mittlerweile Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Seine Mutter hat diese Aufgabe übernommen, was die emotionale Belastung für die Familie zusätzlich verstärkt.
Auf dem Platz blickt Kampl auf eine erfolgreiche Karriere zurück: Er bestritt 270 Bundesliga-Spiele für Borussia Dortmund, Bayer 04 Leverkusen und RB Leipzig, gewann zweimal den DFB-Pokal und absolvierte 28 Länderspiele für Slowenien. Trotz dieser Erfolge führte der Tod seines Bruders dazu, dass er sich vollständig vom Fußball bei der RB Leipzig verabschiedete.
Kampls Rücktritt markiert das Ende einer Karriere, die von Triumphen, aber auch von persönlichen Krisen geprägt war. Seine Entscheidung, den Sport zu verlassen, folgt auf eine Phase tiefer Trauer. Nun konzentriert sich die Familie darauf, den Vater zu unterstützen und gleichzeitig mit dem Verlust Sekis zu leben.
