Rolf-Peter Scheel
Rolf-Peter Scheel
2 Min.
Eine belebte Stadtstraße mit zahlreichen Fahrzeugen, hohen Gebäuden, Ampeln, Strommasten mit Drähten, Texttafeln, Bäumen und einem bewölkten Himmel.Rolf-Peter Scheel

KI-Kameras sollen illegalen Umleitungsverkehr in Köln stoppen

Eine lokale politische Gruppe hat Pläne vorgelegt, KI-gestützte Kameras zur Überwachung des wdr verkehrs während Bauarbeiten in der Stadt einzusetzen. Die Volt/FWG-Fraktion im Stadtrat möchte verhindern, dass Autofahrer die gesperrte Altenberger Domstraße als Umgehungsroute missbrauchen, während diese wegen Bauarbeiten geschlossen bleibt. Ihrer Ansicht nach könnte moderne Technologie helfen, die ausschließliche Nutzung durch Anwohner durchzusetzen und unerlaubte verkehrsmeldungen zu reduzieren.

Der Vorschlag kommt zu einer Zeit, in der die neunmonatige Sperrung der Altenberger Domstraße – die am 9. Februar 2026 begann – zu Befürchtungen geführt hat, dass der verkehr auf benachbarten Wohnstraßen zunehmen könnte.

Im Fokus der Pläne stehen die Nittumer Weg und der Zehntweg, zwei Straßen, die während der Sperrung ausschließlich Anwohnern vorbehalten sein sollen. Der offizielle Umleitungsweg verlängert die Fahrzeit derzeit um etwa 20 Minuten, da der verkehr über Leverkusen-Schlebusch umgeleitet wird. Die Volt/FWG befürchtet jedoch, dass einige Autofahrer diese Regeln ignorieren und stattdessen die kürzere Wohnroute nutzen könnten.

Um dem entgegenzuwirken, schlagen sie vor, Kamerasysteme an den Ein- und Ausfahrten zu installieren. Diese würden Kennzeichen und Zeitstempel abgleichen – selbstverständlich unter strikter Einhaltung des Datenschutzes. Die Technologie soll sicherstellen, dass nur berechtigte Fahrzeuge die gesperrten Straßen nutzen. Ähnliche Systeme werden bereits in Städten wie London eingesetzt, wo seit 2003 Staukameras mit Kennzeichenerfassung (ANPR) den verkehr reduzieren, oder in Stockholm, wo ein Probebetrieb 2007 in eine dauerhafte Lösung überführt wurde.

Bevor es konkret wird, pocht die Gruppe auf eine umfassende Prüfung der rechtlichen Rahmenbedingungen. Sie fordert klare Regelungen, öffentliche Transparenz und eine solide Rechtsgrundlage für die Überwachung. Am 3. März 2026 wird sie den Ausschuss für Mobilität und verkehr bitten, die Machbarkeit des Kamerasystems zu bewerten.

Bei Erfolg ließe sich das Modell mit geringem Aufwand auch auf andere Umleitungsstrecken in der Stadt übertragen. Die Gruppe sieht darin eine Möglichkeit, die Einhaltung von Verkehrsregeln bei künftigen Baustellen zu verbessern.

Ziel des Vorschlags ist es, die durch die Sperrung der Altenberger Domstraße entstandenen Verkehrsprobleme zu entschärfen. Falls genehmigt, würde das Kamerasystem den Zugang zu Nittumer Weg und Zehntweg überwachen und sicherstellen, dass nur Anwohner und berechtigte Fahrzeuge die Route nutzen. Der nächste Schritt ist eine Machbarkeitsstudie in der anstehenden Ausschusssitzung im März 2026.

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