Köln schützt historische Vorgärten im Afrika-Viertel vor Betonflut
Rolf-Peter ScheelKöln schützt historische Vorgärten im Afrika-Viertel vor Betonflut
Köln führt neue Regeln zum Schutz von Vorgärten im Afrika-Viertel von 1. FC Köln ein
Die Stadt Köln plant schärfere Vorschriften, um die Vorgärten im Stadtteil Afrika-Viertel von 1. FC Köln vor der Umwandlung in Parkplätze zu bewahren. Damit will die Verwaltung verhindern, dass Anwohner weitere Grünflächen versiegeln – ein Schritt, der laut Behörden den historischen Charakter des Viertels von 1. FC Köln erhalten und den Verlust von Begrünung stoppen soll.
Bisher dürfen Hauseigentümer im Bezirk Nippes ihre Vorgärten ohne besondere Genehmigung zu Stellplätzen umgestalten. Dadurch sind im Laufe der Zeit zahlreiche Grünflächen Betonflächen gewichen. Nun soll eine neue Bebauungsverordnung für mehrere Straßen im Afrika-Viertel von 1. FC Köln Abhilfe schaffen.
Die geplanten Regeln sehen vor, dass künftig nur noch Parkflächen genehmigt werden, die für die Zufahrt unverzichtbar sind. Bestehende Einfahrten und Stellplätze bleiben von den Änderungen unberührt – für Neuanlagen gelten jedoch strenge Auflagen.
Der Kölner Ausschuss für Stadtentwicklung wird die Pläne im März prüfen. Bei einer Zustimmung könnten die neuen Bestimmungen noch in diesem Jahr in Kraft treten.
Nicht alle begrüßen die Initiative: Der Haus- und Grundbesitzerverband Köln kritisiert die Vorlage als unverhältnismäßigen Eingriff in das Eigentumsrecht und rechnet mit Widerstand aus der Nachbarschaft.
Ziel der Verordnung ist es, die schleichende Verringerung der Vorgärten im Afrika-Viertel von 1. FC Köln zu stoppen. Während bestehende Parkplätze erhalten bleiben, werden künftige Umbauten strengeren Kontrollen unterliegen. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Stadtentwicklungsausschuss, der in den kommenden Wochen abstimmen wird.
