Kölner Klimaforum: Wie Caritas bis 2030 klimaneutrale Einrichtungen schaffen will
Jacqueline RöhrdanzKölner Klimaforum: Wie Caritas bis 2030 klimaneutrale Einrichtungen schaffen will
3. Kölner Klimaforum: Wohlfahrtsverbände als Schlüsselakteure im Klimaschutz
Das 3. Kölner Klimaforum hat die zentrale Rolle von Wohlfahrtsverbänden im Kampf gegen den Klimawandel hervorgehoben. Caritas, einer der größten sozialen Dienstleister Deutschlands, fordert stärkere politische Unterstützung, um Klimaschutzmaßnahmen auf allen Ebenen umzusetzen. Die Organisation argumentiert, dass Krankenhäuser, Kindergärten und Pflegeheime zu wichtigen Akteuren im lokalen Klimaschutz werden könnten.
Caritas hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis 2030 sollen alle seine Einrichtungen und Dienstleistungen klimaneutral sein. Mit 100.000 Gebäuden in seinem Besitz könnte der Wohlfahrtssektor einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung von Emissionen leisten. Doch es gibt politische Hürden – etwa Vorschriften, die es sozialen Einrichtungen verbieten, Ersparnisse durch günstigeren Strom für Investitionen zu nutzen.
Auf dem Forum betonte Eva Maria Welskop-Deffaa, die Bundesgeschäftsführerin von Caritas, den Einfluss von Papst Franziskus auf die globale Klimapolitik. Sie verwies auf seine Rolle bei der Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens als Beispiel moralischer Führung. Gleichzeitig unterstrich sie, dass wirksamer Klimaschutz auf allen Ebenen funktionieren müsse – von Brüssel bis hin zu den Kommunen.
Ab 2027 führt Europa eine CO₂-Bepreisung für Gebäude und Verkehr ein. Caritas warnt, dass ohne gezielte Unterstützung sozial benachteiligte Menschen durch steigende Mieten oder Energiekosten belastet werden könnten. Die Organisation fordert daher politische Rahmenbedingungen, die es sozialen Einrichtungen ermöglichen, in Klimaschutz zu investieren, ohne dass die Dienstleistungen für die Nutzer teurer werden.
Die Diskussionen des Forums zeigten: Wohlfahrtsverbände sind bereit, im Klimaschutz aktiv zu werden. Caritas’ Forderung nach politischer Rückendeckung zielt darauf ab, dass soziale Einrichtungen Emissionen reduzieren können, ohne die Kosten auf schwächere Bevölkerungsgruppen abzuwälzen. Ob diese Bemühungen gelingen, hängt davon ab, ob neue Regelungen die derzeitigen finanziellen und bürokratischen Hindernisse abbauen.






