Kreis Herford pumpt 400.000 Euro in sein Premium-Wanderwegenetz für mehr Touristen und Wirtschaftswachstum
Jacqueline RöhrdanzKreis Herford pumpt 400.000 Euro in sein Premium-Wanderwegenetz für mehr Touristen und Wirtschaftswachstum
Kreis Herford investiert 400.000 Euro in die Modernisierung seines Wanderwegnetzes Mit einem 400.000-Euro-Projekt will der Kreis Herford sein Wanderwegenetz grundlegend erneuern. Unter dem Titel "Gemeinsam Gehen – Alle. Alle Wege. Kreis Herford" entstehen neun Premium-Wanderrouten, die mehr Besucher anlocken und die regionale Wirtschaft stärken sollen. Die Verantwortlichen rechnen mit bis zu 2.500 zusätzlichen Wanderern pro Jahr, was der Region voraussichtlich 900.000 Euro an Mehreinnahmen bringen wird.
Ziel der Initiative ist es, den Kreis Herford zu einem führenden Ziel für Freizeit und Erholung zu entwickeln. Die neun neuen Routen erfüllen die strengen Qualitätskriterien des Deutschen Wanderverbands und bieten so hochwertige Wege für alle Altersgruppen und Mobilitätslevel. Durch digitale Kartierung werden die Strecken in große Tourismusplattformen eingebunden, was die Orientierung für Gäste erleichtert.
Die Finanzierung des Projekts kommt aus verschiedenen Quellen: Bund und Land Nordrhein-Westfalen steuern über 350.000 Euro bei – das sind 90 Prozent der Gesamtkosten. Die verbleibenden 50.000 Euro übernimmt die interkommunale Wirtschaftsförderungsgesellschaft als Eigenanteil.
Konkrete Verbesserungen umfassen bis zu 600 neue Wegweiser und 5.000 Markierungen, die Wanderern die Orientierung erleichtern. Ergänzt werden sie durch informative Tafeln, Rastplätze, Bänke und Schutzhütten, die für mehr Komfort sorgen. Zudem entstehen sogenannte Landschaftslounger – malerische Ruhepunkte mit Aussicht.
Ein zentrales Anliegen bleibt die Barrierefreiheit: Alle Wege sind so gestaltet, dass sie für Wanderer jeden Alters und mit unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen zugänglich sind.
Das modernisierte Netzwerk soll Wanderern ein besseres Erlebnis bieten und gleichzeitig lokale Unternehmen fördern. Durch klarere Beschilderung, digitale Hilfsmittel und verbesserte Infrastruktur erwartet der Kreis einen kontinuierlichen Anstieg der Besucherzahlen. Die Investition stärkt zudem den Ruf Herfords als attraktiver Standort für Familien und Fachkräfte.
