Krischer besucht Solingen: Grüne diskutieren über stockende Verkehrsprojekte und Radwege
Iwona RoggeKrischer besucht Solingen: Grüne diskutieren über stockende Verkehrsprojekte und Radwege
NRW-Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer besucht Solingen im Rahmen der Grünen-Tour "Grüne in Verantwortung"
Kürzlich reiste Oliver Krischer, Minister für Umwelt und Verkehr in Nordrhein-Westfalen, nach Solingen – Teil der Tour "Grüne in Verantwortung" seiner Partei. Im Mittelpunkt des Besuchs standen lokale Verkehrsprobleme sowie Gespräche mit Bürger:innen, Politiker:innen und Expert:innen über nachhaltige Mobilitätslösungen.
Den Auftakt bildete eine Begehung der neuen Verbindung zwischen dem Gewerbegebiet Scheuren und der Viehbachtalstraße. Das Projekt soll den Schwerlastverkehr aus den Wohngebieten Merscheids umleiten und die Veloroute 2, eine wichtige Radverbindung, aufwerten. Begleitet wurde Krischer von örtlichen Grünen-Mitgliedern, die auf die dringende Notwendigkeit sicherer Verkehrswege hinwiesen.
Im weiteren Verlauf führte Finn Grimsehl-Schmitz, der grüne Stadtrat und Organisator des Besuchs, Krischer entlang der Kamper Straße – ein Abschnitt, der bisher ohne ausreichende Radinfrastruktur auskommt und für Radfahrende gefährliche Bedingungen bietet. Anwohner:innen fordern seit Langem Nachbesserungen, um die Strecke sicherer zu gestalten.
Am Abend versammelten sich rund 80 Solinger:innen im Cobra-Veranstaltungsort zu einer Diskussionsrunde. Neben Krischer nahmen die Landesvorsitzende der Grünen, Yazgülü Zeybek, und der Mobilitätsforscher Professor David Kohlrautz teil. Thematisiert wurden klimafreundlicher Verkehr, wirtschaftliche Auswirkungen sowie zukünftige Infrastrukturpläne. Bürgermeister Daniel Flemm (CDU) appellierte an das Land, Solingens Verkehrsprojekte zu unterstützen, und forderte eine Überprüfung des Straßeninfrastrukturplans.
Krischer betonte die breite Übereinstimmung zwischen lokalen Politiker:innen, Verwaltungsvertreter:innen und Wirtschaftsführungen in Sachen nachhaltiger Verkehr. Dennoch gab es in den vergangenen fünf Jahren keine nennenswerten Fortschritte im Solinger Verkehrsnetz – weder bei der Veloroute 2 noch bei der Entlastung Merscheids vom Durchgangsverkehr.
Der Besuch unterstrich Solingens Bestrebungen nach besseren Verkehrslösungen, wobei sich Bürger:innen und Verantwortliche gleichermaßen mehr Landesunterstützung wünschen. Zwar wurden zentrale Projekte diskutiert, doch konkrete Umsetzungen stehen weiterhin aus. Nun bleibt abzuwarten, ob das Land die im Rahmen der Tour vorgebrachten Vorschläge aufgreift.
