Lünen verzeichnet alarmierenden Anstieg tödlicher Verkehrsunfälle im Jahr 2023
Jacqueline RöhrdanzLünen verzeichnet alarmierenden Anstieg tödlicher Verkehrsunfälle im Jahr 2023
Verkehrsunfälle in Lünen nehmen dramatisch zu
In Lünen hat sich die Zahl der Verkehrsunfälle im vergangenen Jahr stark erhöht. Die Anzahl der Todesopfer stieg um 14 Prozent auf 319, während die Schwerverletzten mit 36 Fällen auf dem Vorjahresniveau blieben. Unter den Getöteten befanden sich zwei Radfahrer – darunter ein 16-Jähriger, der im März auf der Kurt-Schumacher-Straße verunglückte, sowie ein weiterer Radfahrer, der im Juli an derselben Kreuzung ums Leben kam.
Der erste tödliche Unfall ereignete sich am 25. März, als ein 16-jähriger Radfahrer auf der Kurt-Schumacher-Straße starb. Weniger als vier Monate später, am 5. Juli, kam ein weiterer Radfahrer an der Kreuzung Kurt-Schumacher-Straße/Ecke Viktoriastraße ums Leben.
Auch die Zahl der Leichtverletzten nahm zu: 281 Menschen wurden verletzt – ein Anstieg um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Behörden nennen Alkohol und andere berauschende Mittel als Hauptursachen, da sie die Reaktionsfähigkeit verlangsamen und das Urteilsvermögen beeinträchtigen.
Als Reaktion darauf wird die Dortmunder Polizei die Verkehrskontrollen in Lünen verstärken. Zudem führen der Lünener Verkehrsicherheitsrat und die Polizei praktische Schulungen für Verkehrsteilnehmer durch. Dazu gehören Übungen zur Verkehrssicherheit, Unterrichtseinheiten zu den Verkehrsregeln sowie Hinweise zum Erkennen typischer Gefahrenstellen im Straßenverkehr.
Die aktuellen Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg der Unfälle, wobei Radfahrer besonders gefährdet sind. Durch verstärkte Streifen und Schulungsprogramme soll die Zahl künftiger Vorfälle gesenkt werden. Spezifische Daten zu Unfällen mit E-Scootern im Jahr 2023 liegen jedoch noch nicht vor.
