Lutherkirche in Höhscheid schließt 2030 – Gottesdienste enden nach jahrzehntelanger Tradition
Rolf-Peter ScheelLutherkirche in Höhscheid schließt 2030 – Gottesdienste enden nach jahrzehntelanger Tradition
Die Lutherkirche in Höhscheid wird bis 2030 für regelmäßige Gottesdienste geschlossen. Die Entscheidung fällt nach Jahren finanzieller Belastung, steigender Kosten und sinkender Einnahmen. Die Gemeindemitglieder reagieren mit einer Mischung aus Trauer und widerwilliger Akzeptanz.
Das Konsistorium der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde gab die Schließung aufgrund anhaltender finanzieller Schwierigkeiten bekannt. Die jährlichen Unterhaltskosten für das Gebäude belaufen sich auf etwa 210.000 Euro – eine Last, die der Haushalt nicht mehr tragen kann. Trotz Spendenaktionen und ehrenamtlicher Unterstützung blieb das Defizit zu groß.
Der Haushalt der Gemeinde stützte sich in den vergangenen Jahren stark auf Rücklagen, was zu einem unausweichlichen Fehlbetrag führte. Ab 2030 werden die Gottesdienste stattdessen im Höhscheider Gemeinschaftshaus oder in benachbarten Regionalkirchen stattfinden. Über die künftige Nutzung des Kirchengebäudes wurde noch nicht entschieden.
Für viele besitzt die Lutherkirche einen tiefen historischen und emotionalen Wert, der weit über ihre Funktion als Gotteshaus hinausgeht. In der Gemeindeversammlung reichten die Reaktionen von Enttäuschung bis hin zu Verständnis – angesichts der finanziellen Realitäten, die hinter dem Schritt stehen.
Die Schließung markiert das Ende der regelmäßigen Gottesdienste in einem langjährigen örtlichen Wahrzeichen. Alternative Veranstaltungsorte werden künftige Treffen beherbergen, sodass die Gemeinde weiterhin zusammenkommen kann. Unterdessen laufen noch Gespräche über die zukünftige Nutzung des Gebäudes.






