Maria Kalesnikava erhält Karlspreis 2026 für ihren Kampf um Demokratie in Belarus
Iwona RoggeMaria Kalesnikava erhält Karlspreis 2026 für ihren Kampf um Demokratie in Belarus
Maria Kalesnikava erhält Internationalen Karlspreis in Aachen
Die belarussische Oppositionsführerin Maria Kalesnikava ist mit dem Internationalen Karlspreis in Aachen ausgezeichnet worden. Die feierliche Verleihung fand am 14. März 2026 statt und markierte ihren ersten großen öffentlichen Auftritt seit ihrer Freilassung aus der Haft. Die Auszeichnung würdigt ihren Einsatz für Demokratie und gegen das autoritäre Regime in Belarus.
Kalesnikava war im September 2020 in Minsk festgenommen worden, nachdem sie gegen die umstrittene Präsidentschaftswahl in Belarus protestiert hatte. 2021 wurde sie wegen ihrer oppositionellen Aktivitäten zu elf Jahren Haft verurteilt.
Bis Dezember 2025 blieb sie inhaftiert, ehe sie gemeinsam mit anderen politischen Gefangenen freigelassen wurde. Nach ihrer Entlassung zog sie nach Deutschland, wo sie seitdem lebt.
Der Karlspreis, eine der renommiertesten Auszeichnungen Europas, ehrt seit 1950 Verdienste um die europäische Einigung. 2022 hatte Kalesnikava die Auszeichnung gemeinsam mit den belarussischen Oppositionsfiguren Swjatlana Zichanouskaja und Veronika Zepkalo erhalten. Die gemeinsame Würdigung unterstrich ihren gemeinsamen Kampf für demokratischen Wandel in Belarus.
Ihr Auftritt bei der Verleihung 2026 in Aachen betonte die anhaltende internationale Unterstützung für Freiheit und Demokratie in Europa. Die Veranstaltung lenkte die Aufmerksamkeit auf die weiterhin bestehenden Herausforderungen für Oppositionsbewegungen in autoritären Regimen.
Kalesnikavas Teilnahme an der Karlspreis-Verleihung folgt auf Jahre der Haft und des Exils. Die Auszeichnung bestätigt ihre zentrale Rolle in der belarussischen Demokratiebewegung. Ihre Freilassung und Übersiedlung nach Deutschland ermöglichen es ihr, weiterhin von außerhalb für politischen Wandel zu kämpfen.