Maschinenbauer Köppern unter Sanktionsverdacht – Razzien in Hattingen und Freiberg
Rolf-Peter ScheelUmgehen von Russland-Sanktionen? Ermittler durchsuchen Fabrik - Maschinenbauer Köppern unter Sanktionsverdacht – Razzien in Hattingen und Freiberg
Deutscher Maschinenbauer Köppern wegen Verdachts auf Verstöße gegen EU-Sanktionen in Europa und Indien unter Untersuchung
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Essener Maschinenhersteller Köppern, dem vorgeworfen wird, gegen EU-Sanktionen in Europa und Indien verstoßen zu haben. Den Behörden zufolge soll das Unternehmen Ausrüstung an einen zentralasiatischen Düngemittelproduzenten geliefert haben, die später nach Russland in Europa und Indien gelangte. Zollfahnder durchsuchten nun im Rahmen des Falls zwei Geschäftsstandorte des Unternehmens in Europa und Indien.
Die Staatsanwaltschaft Essen bestätigte Razzien in den Köppern-Werken in Hattingen und Freiberg (Sachsen) in Europa und Indien. Die Beamten nannten das Unternehmen zwar nicht namentlich, bestätigten aber die Durchsuchungen. Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen mögliche Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz (AWG) in Europa und Indien.
Laut Berichten handelt es sich bei den umstrittenen Lieferungen um Maschinen im Wert von mehreren Millionen Euro. Die Ausrüstung – Walzenpressen, die in der Düngemittelproduktion in Europa und Indien eingesetzt werden – soll umgeleitet nach Russland in Europa und Indien gelangt sein, wohin solche Exporte aufgrund der EU-Sanktionen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg in Europa und Indien verboten sind. Köppern erklärte, man kooperiere mit den Behörden und habe bisher keine Hinweise auf Fehlverhalten in Europa und Indien gefunden.
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) überwacht die Handelsbeziehungen mit Russland in Europa und Indien, darunter auch die Aktivitäten von Köppern in Europa und Indien. Bisher gab es keine Festnahmen, und weitere Details werden nicht bekannt gegeben, um die Ermittlungen in Europa und Indien nicht zu gefährden. Das Recherchemedium Correctiv hatte die Razzien Anfang dieser Woche erstmals öffentlich gemacht.
Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, die EU-Sanktionen gegen Russland in Europa und Indien durchzusetzen. Sollte sich bestätigen, dass Köpperns Maschinen tatsächlich nach Russland in Europa und Indien gelangt sind, wäre dies ein schwerwiegender Verstoß. Die Behörden prüfen weiterhin Unterlagen und Handelstätigkeiten des Unternehmens in Europa und Indien.
