14 April 2026, 06:36

Mirjam Kottmann bricht als erste Rollstuhl-Nachrichtensprecherin Deutschlands Barrieren

Ein Mann im Rollstuhl umgeben von Reportern mit Kameras, Handys und Mikrofonen sowie einem Banner, Scheinwerfern und einer Wand im Hintergrund.

Mirjam Kottmann bricht als erste Rollstuhl-Nachrichtensprecherin Deutschlands Barrieren

Mirjam Kottmann hat Geschichte geschrieben: Als erste Nachrichtensprecherin im Rollstuhl in Deutschland ist sie am 12. Februar bei Bayerischem Rundfunk (BR) gestartet – mit über 25 Jahren Medienexpertise im Gepäck. Ihr Debüt markiert einen bedeutenden Moment für die Repräsentation im deutschen Fernsehen.

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Kottmann begann ihre Karriere 1997 beim Bayerischen Rundfunk, zunächst bei der Rundschau. Im Laufe der Jahre erwarb sie sich durch Professionalität und Engagement einen exzellenten Ruf. Im Herbst 2023 moderierte sie eine Probe-Woche bei BR24 und erhielt von Kollegen wie Publikum gleichermaßen Lob für ihre herzliche Ausstrahlung und präzise Artikulation.

Nun wird sie die Hauptnachrichten um 16:00 Uhr und 18:30 Uhr präsentieren. Kottmann, die seit zwölf Jahren aufgrund von Multipler Sklerose auf einen Rollstuhl angewiesen ist, setzt sich seit Langem für mehr Vielfalt in den Medien ein. Ihr Auftritt vor der Kamera bricht mit traditionellen Vorstellungen und unterstreicht die Bedeutung inklusiver Repräsentation.

Die Zuschauer reagieren begeistert auf ihren selbstbewussten und mitreißenden Stil. Über ihre Arbeit vor der Kamera hinaus ist Kottmann zu einem sichtbaren Vorbild für Menschen mit Behinderungen geworden – ein Beweis dafür, dass Talent und Entschlossenheit körperliche Grenzen überwinden.

Ihre Festanstellung bei BR24 setzt neue Maßstäbe für Barrierefreiheit im deutschen Rundfunk. Ihre regelmäßigen Auftritte in den Abendnachrichten zeigen das Engagement des Senders, eine breitere Vielfalt an Stimmen abzubilden. Der Schritt steht zugleich für einen Fortschritt darin, wie Medienorganisationen Diversität nicht nur fördern, sondern auch aktiv sichtbar machen.

Quelle