Mordprozess: Angeklagter gesteht 32 Messerstiche an seiner Frau – doch behauptet Notwehr
Rolf-Peter ScheelAussage im Mordprozess: Angeklagter berichtet von Angriff - Mordprozess: Angeklagter gesteht 32 Messerstiche an seiner Frau – doch behauptet Notwehr
Ein Mann, der wegen Mordes vor Gericht steht, hat eingeräumt, seine Frau erstochen zu haben, behauptet jedoch, sie habe ihn zuvor angegriffen. Bei dem Vorfall erlitt das Opfer 32 Stichwunden, während der Angeklagte eine schwere Bauchverletzung davontrug. Die Polizei wurde kurz nach der Tat vom Mann selbst alarmiert.
Das Paar hatte vor dem tödlichen Zwischenfall gestritten. Der Streit drehte sich um eine geplante Reise in die Niederlande, die laut Staatsanwaltschaft Teil eines größeren Musters kontrollierenden Verhaltens gewesen sein könnte. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Angeklagte es nicht ertragen konnte, dass seine Frau Kontakt zu Freunden und Familie aufrechterhielt.
Nach dem Angriff rief der Mann den Notruf an. Als die Beamten eintrafen, fanden sie ihn mit einer schweren Bauchverletzung neben seiner toten Frau vor. Die Ermittler gingen zunächst von einem Suizidversuch aus.
Während des Prozesses gab der Angeklagte an, seine Frau habe ihn zuerst angegriffen. Er bestätigte jedoch, sie mit einem Küchenmesser 32-mal in den Oberkörper gestochen zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat ihre Anklagepunkte gegen ihn noch nicht vollständig vorgetragen.
Das Gericht muss nun prüfen, ob die Behauptung des Angeklagten, aus Notwehr gehandelt zu haben, stichhaltig ist. Sein Geständnis, seine Frau erstochen zu haben, bleibt zentral für das Verfahren. Die Beweislage zu dem tödlichen Vorfall und den Ereignissen, die dazu führten, wird nun bewertet.






