07 April 2026, 15:13

Münster-Mitte: Bürgerinitiative stoppt geplante Straßenumbenennung vorerst

Alte Ansichtskarte von Hannover, Deutschland, die eine Stadtstraße mit Gebäuden, Straßenlaternen, Straßenlaternen, Fußgängern und einem Himmel im Hintergrund zeigt, mit Text und einer Briefmarke unten.

Münster-Mitte: Bürgerinitiative stoppt geplante Straßenumbenennung vorerst

Eine Bürgerinitiative in Münster-Mitte hat erfolgreich genug Unterschriften gesammelt, um die Umbenennung von fünf örtlichen Straßen anzufechten. Der Bezirksrat muss nun entscheiden, ob er die Petition annimmt oder eine öffentliche Abstimmung einleitet. Der Streit dreht sich um Straßennamen, die mit historischen Persönlichkeiten und Ereignissen aus den Jahren 1933 bis 1945 verbunden sind.

Die Kampagne zur Beibehaltung der aktuellen Straßennamen begann nach dem Beschluss des Rates, die Skagerrakstraße, die Admiral-Scheer-Straße, die Admiral-Spee-Straße, die Otto-Weddigen-Straße und die Langemarckstraße umzubenennen. Die Organisatoren sammelten 6.071 gültige Unterschriften – damit überschritten sie die für eine gültige Petition in einem Bezirk dieser Größe erforderliche Fünf-Prozent-Hürde.

Die Überprüfung dieser Straßennamen startete 2020 im Rahmen einer umfassenderen Initiative zur Neubewertung öffentlicher Ehrungen. Im September 2024 führte der Stadtrat neue Richtlinien für solche Entscheidungen ein, die eine parteiübergreifende Einigung und ein klares Verfahren zur Bürgerbeteiligung sicherstellen.

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Am 11. November wird der Bezirksrat Münster-Mitte darüber abstimmen, ob er die Petition annimmt oder ein Bürgerbegehren einleitet. Lehnt der Rat die Petition ab, haben die Anwohner das letzte Wort. Damit das Bürgerbegehren erfolgreich ist, müssen mehr als zehn Prozent der Bezirksbevölkerung teilnehmen, wobei die Mehrheit für die Beibehaltung der aktuellen Namen stimmen muss.

Das Ergebnis wird entscheiden, ob die fünf Straßen ihre bisherigen Namen behalten oder im Rahmen der Überprüfung von 2020 umbenannt werden. Ein öffentliches Bürgerbegehren bleibt möglich, falls der Rat an seiner ursprünglichen Entscheidung festhält. Die Abstimmung am 11. November wird die nächsten Schritte in dieser anhaltenden Debatte festlegen.

Quelle