Münsters Straßenmagazin Draußen steht vor dem finanziellen Aus
Münsters Straßenmagazin Draußen kämpft ums Überleben
Angesichts wachsender finanzieller Belastungen steht das Münsteraner Straßenmagazin Draußen vor dem Aus. Die gemeinnützige Publikation, die obdachlosen und arbeitslosen Verkäufer:innen eine Einnahmequelle bietet, sieht sich steigenden Kosten und sinkenden Einnahmen gegenüber. Trotz der Herausforderungen bleiben Geschäftsführerin Babsi Vahle und ihr kleines Team entschlossen, das Magazin am Laufen zu halten.
Als gemeinnütziges Projekt gegründet, setzt sich Draußen mit sozialen und politischen Themen auseinander und bietet gleichzeitig rund 70 Verkäufer:innen eine Lebensgrundlage. Viele von ihnen sind obdachlos oder ohne Arbeit – durch den Verkauf der monatlich 8.000 Exemplare zu je 2,80 Euro sichern sie sich ein regelmäßiges Einkommen.
Doch die finanziellen Probleme verschärfen sich: Spenden und Verkaufserlöse gehen zurück, während die Druckkosten steigen. Vahle, die sowohl als Redakteurin als auch als Geschäftsführerin fungiert, leitet ein Team von nur vier Teilzeitkräften. Um das Überleben zu sichern, werben sie nun um öffentliche Spenden und Sachleistungen.
Ein Audiobeitrag über die Notlage des Magazins ist bis zum 4. November 2027 bei Studios NRW verfügbar. Der letzte Stand zur Situation von Draußen wurde am 4. November 2025 um 16:16 Uhr veröffentlicht.
Die Zukunft des Magazins hängt davon ab, zusätzliche Fördergelder zu akquirieren. Ohne weitere Unterstützung bleibt ungewiss, ob die Bezahlung der Verkäufer:innen und die Deckung der Produktionskosten gesichert werden können. Bis dahin arbeiten Vahle und ihr Team weiter – mit dem festen Willen, Draußen auf Münsters Straßen präsent zu halten.






