Neue Bodenaufbereitungsanlage in Herzebrock-Clarholz revolutioniert nachhaltiges Recycling
Rolf-Peter ScheelNeue Bodenaufbereitungsanlage in Herzebrock-Clarholz revolutioniert nachhaltiges Recycling
In Herzebrock-Clarholz entsteht derzeit eine neue Bodenaufbereitungsanlage – ein bedeutender Ausbau für die Landwehr Bauschuttdepot GmbH & Co. KG. Die Anlage, die speziell für stark belastete mineralische Böden konzipiert ist, wird die Recyclingkapazitäten des Unternehmens deutlich erhöhen und nachhaltige Baupraktiken fördern. Die Inbetriebnahme ist für Dezember 2025 geplant.
Die Anlage ist ein Tochterunternehmen der Johannes Landwehr Abbruchunternehmen GmbH und wird auf einer Fläche von rund 5.000 Quadratmetern errichtet, zusätzlich stehen 4.000 Quadratmeter für die Materiallagerung zur Verfügung. Die Planung übernahm die Binder+Co Gruppe, während die Genehmigungsverfahren in enger Abstimmung mit den Behörden des Kreises Gütersloh erfolgten.
Die Anlage wird Böden bis zur Belastungsklasse BM-F3 verarbeiten – die höchste Stufe, die in Deutschland für wiederverwendbare Materialien zugelassen ist. Diese Böden stammen aus Abbrucharbeiten, Erdaushub, Tiefbauprojekten und Straßeninstandhaltung. Nach der Aufbereitung produziert die Anlage sechs verschiedene Endprodukte: zwei Sandsorten und vier Körnungsfraktionen, die sämtlich im Hoch- und Erdbau wiederverwendet werden können. Die ARGE Erdbearbeitungsanlage Landwehr, ein Joint Venture der ELO Umwelttechnik AG und der Neuenhauser Krushing Equipment GmbH, zeichnet für Konzeption, Technik und Fertigung des Projekts verantwortlich. Das Aufbereitungssystem nutzt 500 Kubikmeter Wasser, das kontinuierlich gefiltert und im Kreislauf geführt wird – ein Ansatz, der dem Unternehmensziel entspricht, nachhaltige Technologien in der Abfallwirtschaft voranzutreiben. Der Bau schreitet derzeit voran; der Betrieb soll bis Ende 2025 aufgenommen werden.
Die neue Anlage stärkt die Recyclingaktivitäten der Landwehr Bauschuttdepot, indem sie belastete Böden in wiederverwendbare Baumaterialien umwandelt. Durch die Verarbeitung von Böden bis zur Klasse BM-F3 und die Wasserkreislaufführung trägt die Anlage zur Abfallreduzierung bei und unterstützt umweltfreundliche Bauweisen. Das Projekt unterstreicht das Engagement des Unternehmens für Innovation in der Umwelttechnik.
