Niederkrüchten beantragt Tempo-Reduzierung auf stark befahrener Hauptstraße
Milan SüßebierNiederkrüchten beantragt Tempo-Reduzierung auf stark befahrener Hauptstraße
Die Gemeinde Niederkrüchten hat eine Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit auf einem stark frequentierten Abschnitt der Hauptstraße beantragt. Der Vorschlag betrifft ein 300 Meter langes Teilstück zwischen der Heinrichsstraße und der Adam-Houx-Straße. Sollte der Antrag genehmigt werden, wäre für die Umsetzung kein Nachweis einer akuten Gefahrenlage erforderlich, da in dem Bereich bereits ein Fußgängerüberweg existiert.
Der Antrag wurde vom Kreis Viersen durch die Ortschaft Steinkenrath eingereicht. Er geht auf Bedenken lokaler Anwohner zurück, die sich seit Längerem für eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf der Straße einsetzen. Die Behörden stützen ihre Forderung nicht auf Unfallstatistiken, sondern auf Lärmbelastungsstudien und akustische Gutachten.
Die Hauptstraße ist als Landesstraße (L 372) klassifiziert und fällt in den Zuständigkeitsbereich von Straßen.NRW. Parallel zur Geschwindigkeitsreduzierung plant die Gemeinde zudem die Anlage eines gemeinsamen Geh- und Radwegs an der benachbarten Mönchengladbacher Straße. Die vorgeschlagene Tempobegrenzung würde sich dabei ausschließlich auf die genannte 300-Meter-Zone beschränken. Ein Zeitplan für die Entscheidung oder eine mögliche Umsetzung steht bisher noch aus.
Falls die Geschwindigkeitsbegrenzung genehmigt wird, tritt sie ohne den Nachweis einer konkreten Gefahrensituation in Kraft. Die Maßnahme entspricht den Forderungen der Anwohner und zielt darauf ab, Lärmprobleme zu entschärfen. Ein separates Projekt für einen Fuß- und Radweg an der Mönchengladbacher Straße bleibt weiterhin Teil des übergeordneten Plans.
