07 February 2026, 23:20

NRW bleibt Deutschlands unangefochtene Filmmetropole – dank neuer Fördermillionen

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung des Reichshallen-Theaters in Berlin, Deutschland, zeigt eine detaillierte Illustration des Auditoriums mit Text oben und unten.

NRW bleibt Deutschlands unangefochtene Filmmetropole – dank neuer Fördermillionen

Nordrhein-Westfalen (NRW) festigt seine Position als Deutschlands führendes Zentrum für Film- und Fernsehproduktionen. Eine neue Förderreform, die von der Bundesregierung beschlossen wurde, verpflichtet Streamingdienste und Sender künftig, mindestens 8 % ihrer jährlichen Nettoeinnahmen in lokale Produktionen zu investieren. Die Änderungen sollen der boomenden Medienbranche in der Region Stabilität und Wachstum sichern.

Laut einer Studie aus dem Jahr 2026 entfielen 2024 bereits 44 % aller in Deutschland produzierten Film- und Fernsehminuten auf NRW – ein Anstieg gegenüber 42 % im Jahr 2022. Die Reform sieht zudem höhere Fördersummen und Anreize für Unternehmen vor, die über die Mindestvorgaben hinaus investieren.

Das von Medienstaatsminister Nathanael Liminski unterstützte Kompromissmodell führt strengere Investitionsregeln für Sender und Streamingplattformen ein. Nach dem neuen Gesetz müssen diese Anbieter einen Teil ihrer Budgets in europäische und deutsche Produktionen stecken, wobei zusätzliche Unterquoten für deutschsprachige Inhalte gelten. Damit sollen lokale Schöpfer gefördert und eine kontinuierliche Finanzierung der Branche gewährleistet werden.

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NRW bleibt mit 158 Produktionsfirmen – viele davon in und um Köln angesiedelt – die unangefochtene Nummer eins in der deutschen Film- und Fernsehlandschaft. Bayern folgt mit 19 % der nationalen Produktion, Berlin trägt 13 % bei. Die Reform erhöht zudem die jährliche Förderung für kommerzielle Filmproduktionen auf 250 Millionen Euro und bietet damit Produzenten jeder Größe mehr Planungssicherheit.

Um zusätzliche Investitionen zu fördern, können Unternehmen, die freiwillig mehr als 12 % ihrer Einnahmen in Produktionen stecken, individuelle Vereinbarungen mit Produktionsfirmen aushandeln. Liminski betonte, dass die Änderungen besonders kleinen Studios zugutekommen und ihnen helfen sollen, sich in einem zunehmend digitalisierten Markt zu behaupten. Die Reformen fallen in eine Phase, in der NRW seinen Anteil an der nationalen Produktion weiter ausbaut und seine Rolle als deutscher Medienstandort Nr. 1 in Deutschland festigt.

Die neuen Förderregeln treten in den kommenden Monaten in Kraft und verpflichten Streamingdienste und Sender, die 8-Prozent-Investitionsschwelle zu erreichen. Mit jährlich 250 Millionen Euro für kommerzielle Produktionen steht NRWs Film- und Fernsehsektor vor einer weiteren Expansion. Die Reformen schaffen zudem einen Rahmen für langfristige Planung und sichern der Region ihre Spitzenposition in der deutschen Medienlandschaft.