08 May 2026, 16:27

NRW kämpft für gesetzlichen Mutterschutz für selbstständige Frauen

Schwarz-weiß-Illustration von drei Frauen vor einem Gebäude mit der Aufschrift "Frauenrechte: Ladies Take Your Own Choice, Polka und Mazurka" oben und unten.

NRW kämpft für gesetzlichen Mutterschutz für selbstständige Frauen

Rund 27.000 selbstständige Frauen in Deutschland bringen jedes Jahr ein Kind zur Welt – ohne denselben Schutz wie Angestellte. Nordrhein-Westfalen setzt sich nun für einen gesetzlichen Mutterschutz ein, um diese Lücke zu schließen. Die Landesregierung hat ihre Forderung nach faireren Regelungen erneuert und betont, dass eine Schwangerschaft niemals als berufliches Risiko behandelt werden dürfe.

Den Anfang machte eine Bundesratsinitiative unter Führung Nordrhein-Westfalens. Eine vom Land finanzierte Machbarkeitsstudie untersuchte, wie der Mutterschutz für selbstständige Frauen umgesetzt werden könnte. Die Ergebnisse werden im Juli vorgestellt.

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Die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) hat bereits konkrete Vorschläge eingereicht. Ihr zentraler Ansatz ist eine einmalige Pauschalzahlung als Lohnersatz während der Mutterschutzzeit. Gleichzeitig hat das Wirtschaftsministerium Politiker, Wirtschaftsvertreter und zivilgesellschaftliche Gruppen zusammengebracht, um die Umsetzung der Pläne zu beraten.

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur von den Grünen betonte, dass nun der Bund am Zug sei: „Jetzt ist Berlin gefragt“, sagte sie und forderte die Bundespolitiker zum Handeln auf. Das Land bleibt in seiner Forderung nach echter Gleichstellung unnachgiebig.

Die Vorschläge zielen darauf ab, selbstständigen Frauen während des Mutterschutzes finanzielle Sicherheit zu bieten. Sollten die Reformen beschlossen werden, wäre dies ein bedeutender Schritt für die Unterstützung berufstätiger Mütter in Deutschland. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf Berlin, wo die Bundespolitiker über die Umsetzung entscheiden werden.

Quelle