NRW startet offiziell in die Erdbeersaison 2026 mit Rekord-Erwartungen
Rolf-Peter ScheelNRW startet offiziell in die Erdbeersaison 2026 mit Rekord-Erwartungen
Erdbeeren haben in Nordrhein-Westfalen offiziell die Erntesaison 2026 eingeläutet. Die Auftaktveranstaltung fand auf dem Familienbetrieb der Fruhens in Tönisvorst statt, wo auf 12 Hektar die roten Früchte angebaut werden. Lokale Politiker und Vertreter versammelten sich, um den Start einer Saison zu feiern, die nun mehr als sechs Monate dauert.
Die Familie Fruhen, die seit langem einen Hof in Tönisvorst bewirtschaftet, richtete die Eröffnungsfeier aus. Ihre Felder sowie 323 weitere Erdbeerbetriebe in der Region tragen zur jährlichen Produktion Nordrhein-Westfalens bei. Die meisten dieser Höfe werden nach wie vor als Familienbetriebe geführt.
Im vergangenen Jahr erntete die Region insgesamt rund 30.700 Tonnen Erdbeeren. Davon stammten 13.800 Tonnen aus geschützten Anbauformen wie Folientunneln, während 16.900 Tonnen im Freiland wuchsen. Durch den Einsatz von Polytunneln können Landwirte zwei bis vier Wochen früher mit der Ernte beginnen als bei herkömmlichen Methoden.
An der Veranstaltung nahmen die Landtagsabgeordneten Britta Oellers und Meral Thoms sowie Bürgermeister Kevin Schagen teil. Ein Regierungsvertreter betonte die Vorteile des regionalen Anbaus – kürzere Transportwege und frischere Früchte für die Verbraucher.
Nordrhein-Westfalen spielt eine zentrale Rolle auf dem deutschen Erdbeermarkt. Die Region deckt fast ein Viertel der gesamten Jahresproduktion des Landes ab, die bei etwa 128.000 Tonnen liegt.
Dank der verlängerten Anbausaison sind Erdbeeren in Nordrhein-Westfalen mittlerweile mehr als halbjährlich erhältlich. Mit 324 Betrieben, die zur Ernte beitragen, bleibt die Region ein wichtiger Lieferant innerhalb Deutschlands. Der Fokus auf lokale Landwirtschaft verringert zudem die Abhängigkeit von langwierigen Importen.






