26 January 2026, 13:29

NRW wird zum Energiewende-Hotspot – doch die Bundesregierung bremst entscheidende Projekte aus

Ein Gasstation-Gebäude in Seoul, Südkorea, mit einem Schild, umgeben von Bäumen und Pflanzen, mit einer Straße unten und einer Tafel mit Text auf der linken Seite.

NRW wird zum Energiewende-Hotspot – doch die Bundesregierung bremst entscheidende Projekte aus

Nordrhein-Westfalen wird zum Schlüsselstandort für neue Kraftwerke – während Deutschland aus der Kohle aussteigt

Die Region, zu der auch Bergkamen gehört, hat gute Chancen, sich als Standort durchzusetzen – dank des hohen Energiebedarfs und der vorhandenen Netzkapazitäten. Bereits geplant ist ein neues Gaskraftwerk in der Nähe des bestehenden Kohlekraftwerks, das später auf Wasserstoff umgestellt werden soll.

Das Steag-Iqony-Kohlekraftwerk in Bergkamen läuft derzeit auf Hochtouren, obwohl es eigentlich als Reserveanlage vorgesehen und für die Stilllegung vorgesehen ist. Werksleiter Thorsten Koch unterstützt den Energiewandel – selbst wenn das bedeutet, dass sein eigener Standort irgendwann vom Netz geht.

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Direkt neben dem Kohlekraftwerk entsteht ein modernes Gaskraftwerk, das von vornherein flexibel konzipiert wird, um später auf "grünen" Wasserstoff umsteigen zu können. Steag-Iqony hat die Planung bereits vorangetrieben, wartet aber noch auf die Bundesregierung, die die Ausschreibungsregeln finalisieren muss, bevor es weitergeht. Die Bundesregierung plant, bundesweit 12 Gigawatt geförderte Kraftwerkskapazität zu verteilen. Nordrhein-Westfalen allein drängt auf fünf Gigawatt, um die stillgelegten Kohlekraftwerke zu ersetzen. Ein sogenannter "Süd-Bonus" wird zudem die Standortwahl beeinflussen und südliche Regionen gegenüber Nord- und Ostdeutschland bevorzugen.

Große Energieunternehmen wie RWE, Uniper und Trianel haben bereits Projekte in der Pipeline, doch für die Region Bergkamen-Hamm wurden bisher keine großangelegten Gas- oder Wasserstoffvorhaben öffentlich bekannt gegeben. Die Bundesförderung, die bis 2026 Milliarden umfassen könnte, hängt von Kriterien wie CO₂-Reduktion, Wasserstofftauglichkeit und wirtschaftlicher Machbarkeit ab. Nun liegt es an Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche, die Richtlinien endlich festzuzurren.

Das neue Kraftwerk in Bergkamen soll helfen, die Versorgungslücke zu überbrücken, während die Kohlekraftwerke vom Netz gehen. Doch ob das Projekt gelingt, hängt von den anstehenden Förderentscheidungen der Bundesregierung ab – und davon, ob es die strengen Umwelt- und Wirtschaftlichkeitsauflagen erfüllt. Die energetische Zukunft der Region steht und fällt mit den nächsten Schritten.