02 January 2026, 13:29

Orange Bank in Bergisch Gladbach setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Ein Foto von Orangen mit zwei Wörtern auf einem Stück Papier.

Orange Bank in Bergisch Gladbach setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Orange Bank in Bergisch Gladbach: Ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

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Auf der Buchmühlenstraße in Bergisch Gladbach ist nun dauerhaft eine leuchtend orangefarbene Bank installiert worden. Das auffällige Möbelstück im öffentlichen Raum dient als bleibendes Symbol im Kampf gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Es markiert den jüngsten Schritt einer wachsenden Kampagne, die das Bewusstsein für dieses Problem in der Stadt und darüber hinaus schärfen soll.

Die Bank entstand durch eine gemeinsame Initiative des Allgemeinen Frauenberatungszentrums für den Rheinisch-Bergischen Kreis und des Amts für Gleichstellung der Stadt. Sie steht zudem im Zusammenhang mit der weltweiten UN-Kampagne "Orange the World", die zu gemeinschaftlichem Handeln gegen geschlechtsspezifische Gewalt aufruft. Die Idee stammte von der lokalen Künstlerin Hannah Schmitt, die das Projekt 2023 im Rahmen einer größeren Kampagne zu psychischer Gesundheit und sozialem Bewusstsein ins Leben rief.

Bei der Enthüllung verwies Judith Klaßen, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bergisch Gladbach, auf alarmierende bundesweite Zahlen: Allein 2022 waren in Deutschland rund 266.000 Menschen von häuslicher Gewalt betroffen. Magdalene Holthaus vom Frauenberatungszentrum betonte, dass solche Gewalt tief in der Gesellschaft verankert sei und nicht ignoriert werden dürfe. Sie forderte die Gemeinschaft auf, das Problem offen anzugehen. Tülay Durdu, SPD-Abgeordnete im Landtag von Nordrhein-Westfalen, lenkte den Blick auf ein weiteres drängendes Problem: 2023 seien drei von vier Frauen, die Schutz suchten, wegen überfüllter Frauenhäuser abgewiesen worden. Sie forderte einen dringenden Ausbau der Unterstützungsangebote, um sicherzustellen, dass Betroffene den notwendigen Schutz und die Hilfe erhalten.

Die orange Bank steht nun als sichtbares Mahnmal für den anhaltenden Kampf gegen Gewalt an Frauen. Ihre Platzierung im öffentlichen Raum soll Gespräche anregen und Solidarität fördern. Die Initiator:innen hoffen, dass das Projekt zu einem echten Wandel beiträgt – hin zu einer Gesellschaft, die solche Gewalt konsequenter verhindert und bekämpft.