21 March 2026, 02:33

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 und spendet Preisgeld für Kosovos Kultur

Gemälde von Wassily Kandinsky in einem klassischen Rahmen, an einer Wand angebracht.

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 und spendet Preisgeld für Kosovos Kultur

Der kosovarische Künstler Petrit Halilaj hat den Nasher-Preis 2027 gewonnen, eine der höchsten Auszeichnungen der Kunstwelt. Mit 39 Jahren ist er der jüngste Preisträger in der Geschichte des Preises. Seine Werke spiegeln die Erlebnisse seiner Kindheit während des Kosovokriegs der 1990er-Jahre wider.

Halilaj wuchs im Kosovo während der gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen ethnischen Albanern und Serben auf. Als er 13 Jahre alt war, brannten serbische Truppen das Haus seiner Familie nieder – ein Ereignis, das sein künstlerisches Schaffen tief prägte. Seine Arbeiten verbinden oft die Unschuld der Jugend mit den grausamen Realitäten des Krieges.

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Carlos Basualdo, der Direktor des Nasher Sculpture Center, beschrieb Halilajs Kunst als eine Kraft für Einheit und Hoffnung. Der Künstler plant nun, sein Preisgeld in Höhe von 100.000 US-Dollar an die Hajde!-Stiftung zu spenden, die die Künste im Kosovo fördert.

Die Stiftung restauriert derzeit das Haus der Kultur, ein lang geschlossenes Kunstzentrum in der Region. Die Wiedereröffnung ist für 2027 geplant; der Ort soll dann Künstler aller ethnischen Hintergründe willkommen heißen. Halilajs Werke sind zudem Teil der Sammlung des Metropolitan Museum of Art in New York, auch wenn konkrete Ausstellungen dort noch nicht bekannt gegeben wurden.

Der Nasher-Preis würdigt Halilajs Einfluss auf die zeitgenössische Bildhauerei sowie sein Engagement, durch Kunst Heilung und Versöhnung zu fördern. Seine Spende wird dazu beitragen, die kulturelle Szene des Kosovo wiederzubeleben – beginnend mit der Neueröffnung des Hauses der Kultur. Das Projekt soll einen gemeinsamen Raum für Kreativität in einer noch immer von Spaltung geprägten Region schaffen.

Quelle