Physiker aus Deutschland und Japan unterzeichnen historische Friedens-Erklärung in Münster
Iwona RoggePhysiker aus Deutschland und Japan unterzeichnen historische Friedens-Erklärung in Münster
Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) und die Physikalische Gesellschaft Japans (JPS) haben eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, in der sie die Wissenschaft in den Dienst der Menschheit stellen. Die in Münsters historischem Friedensaal unterzeichnete Vereinbarung thematisiert die Gefahren von Atomwaffen und fördert gleichzeitig den friedlichen wissenschaftlichen Fortschritt. Beide Organisationen betonten die Notwendigkeit globaler Zusammenarbeit in Forschung und Innovation.
Am 14. November trafen sich DPG-Präsident Klaus Richter und JPS-Präsident Seiji Miyashita im Bürgerhaus zu Münster, um die "Erklärung für die Zukunft" zu unterzeichnen. Das Dokument ruft Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu auf, Fortschritte voranzutreiben, die der Gesellschaft zugutekommen, und warnt vor dem Missbrauch nuklearer Technologien.
Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs begrüßte die Delegation und verwies auf die lange Tradition der Stadt als Ort des internationalen Dialogs. Als Schauplatz des Westfälischen Friedens steht Münster für grenzüberschreitendes Verständnis – ein passender Rahmen für die Veranstaltung.
Die DPG, eine der größten physikalischen Fachgesellschaften weltweit mit über 52.000 Mitgliedern, ist zudem Schirmherrin der Initiative "Quantum 100", die Teil des Internationalen Jahres der Quantenwissenschaften 2025 (IYQ2025) ist. Mit dieser Kampagne soll die Quantenphysik als Treiber für Fortschritt in Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft präsentiert werden. Darüber hinaus organisiert die DPG große Fachkonferenzen, darunter die Frühjahrstagung 2026 an der TU Dresden, bei der Expertinnen und Experten Themen wie nachhaltige Energie, künstliche Intelligenz und Klimawandel behandeln werden. Öffentliche Veranstaltungen sollen zudem den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördern.
Die Erklärung unterstreicht das Engagement von DPG und JPS für einen ethisch verantwortlichen wissenschaftlichen Fortschritt. Gleichzeitig festigt sie Münsters Ruf als Zentrum internationaler Zusammenarbeit. Künftige Konferenzen und Initiativen werden weiterhin erforschen, wie die Physik globale Herausforderungen bewältigen und gleichzeitig Frieden und Innovation fördern kann.
