05 February 2026, 09:22

Prominente fordern mit Petition: Latein als unverzichtbaren Teil der Bildung erhalten

Ein Plakat für das Théâtre de l'Opéra in Paris, das eine Frau in einem weißen Kleid mit einem blauen Schultertuch zeigt, deren Haar zu einem Dutt gebunden ist, vor einem tiefblauen Hintergrund mit Sternen und der schwarzen Großbuchstaben-Schrift "Theater der Oper"

Prominente fordern mit Petition: Latein als unverzichtbaren Teil der Bildung erhalten

Eine viel beachtete Petition zur Bewahrung des Lateinunterrichts an Schulen hat breite Unterstützung erhalten. Über 1.200 prominente Persönlichkeiten – darunter drei Nobelpreisträger, führende Künstler und Wissenschaftler – haben den Appell unterzeichnet. Die unter dem Motto "Latein ist kein Luxus – es ist Bildung" geführte Kampagne fordert nun die Familienministerin auf, den Forderungen nachzukommen.

Die Initiative wurde mit der Unterstützung von 88 der angesehendsten Intellektuellen und Künstler des Landes gestartet. Zu den Erstunterzeichnern zählen die Nobelpreisträger Elfriede Jelinek und Anton Zeilinger sowie die renommierte Komponistin Olga Neuwirth und der Bariton Georg Nigl. Auch Peter Handke, ebenfalls Nobelpreisträger, schloss sich an und betonte, Latein sei ein zentraler Bestandteil der Bildung und kein freiwilliges Zusatzangebot.

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Seit dem Start hat die Bewegung rasant an Fahrt gewonnen. Bis zum 5. Februar 2026 hatten sich mehr als 1.200 weitere Unterzeichner aus den Bereichen Literatur, Medizin, Politik und Theater angeschlossen. Die Initiatoren rufen die Öffentlichkeit auf, die Petition auf aufstehn.at zu unterstützen und die Kampagne weit zu verbreiten.

Mehrere der Unterzeichner waren kürzlich an einem bedeutenden Kulturevent beteiligt. Jelinek und Neuwirth arbeiteten gemeinsam an Monsters Paradise, einer opernhaften Groteske, die in Hamburg mit großer Begeisterung uraufgeführt wurde. Unter der Regie von Tobias Kratzer und der musikalischen Leitung von Titus Engel übernahm Nigl eine Hauptrolle. Kritiker lobten das Staatsorchester, das die hohen Erwartungen der Komponistin noch übertraf, während Rainer Sellmaiers Bühnenbild dem Werk eine besonders eindrucksvolle Wirkung verlieh.

Die Petition vereint mittlerweile die Stimmen von über 1.200 einflussreichen Persönlichkeiten. Die Initiatoren setzen die Familienministerin weiterhin unter Druck, auf die Forderungen zu reagieren. Unterdessen bleibt die Kampagnenwebsite für weitere Unterschriften und öffentliche Beteiligung geöffnet.