Regierung scheitert an eigenen Plänen – und erfindet einfach neue Abkürzungen
Jacqueline RöhrdanzRegierung scheitert an eigenen Plänen – und erfindet einfach neue Abkürzungen
Die Regierung steht in der Kritik, weil sie bis zum Ende dieser Legislaturperiode kein einziges ihrer angekündigten Vorhaben abgeschlossen hat. Stattdessen präsentieren die Verantwortlichen weiterhin neue Projekte – jedes mit einer noch längeren Abkürzung als das vorherige. In dieser Woche wurde die „Universität für Wein“ eröffnet, während ein satirischer Podcast den Trend zu endlos vielen, unvollendeten Initiativen auf die Schippe nahm.
Am 3. Mai strahlte der Podcast „Wir machen uns über Fleißige lustig“ auf SIC aus und nahm dabei Berufsgruppen wie Minister, Wirtschaftsmagnaten und Banker aufs Korn. Die Sendung thematisierte die Gewohnheit der Regierung, großspurige Pläne anzukündigen, diese aber nur selten umzusetzen.
In dieser Woche präsentierte die Regierung die „Universität für Wein“ im Douro-Tal. Die Einrichtung bildet Studierende in der Weinherstellung aus und verspricht eine Belegschaft, die so lebhaft ist wie die Getränke, die sie produziert. Kritiker jedoch sehen darin nur eine weitere Ablenkung von stockenden Projekten.
Da bis zum Ende der Amtszeit kein einziges Vorhaben vollendet wurde, will die Regierung nun mit dem „PTCMNOPQRR“ einen letzten Versuch starten, ihren Ruf zu retten. Beamte bestehen darauf, dass sie den neuen Programmen so lange weitere Buchstaben hinzufügen werden, wie das Alphabet es zulässt. Scheitert ein Plan, wird einfach ein neuer mit einem zusätzlichen Zeichen im Namen verkündet.
Das Muster ist offensichtlich: Unvollendete Projekte führen zu weiteren Ankündigungen. Die „Universität für Wein“ reiht sich ein in die lange Liste halbgarer Ideen, während der „PTCMNOPQRR“ der neueste Versuch ist, Verzögerungen zu überspielen. Bisher gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Regierung ihre Strategie der alphabetischen Projektflut bremsen wird.






