Rekordbeteiligung bei Solarausschreibung: 281 Megawatt neue Photovoltaik-Projekte vergeben
Milan SüßebierRekordbeteiligung bei Solarausschreibung: 281 Megawatt neue Photovoltaik-Projekte vergeben
Die Bundesnetzagentur hat in ihrer jüngsten Ausschreibungsrunde Verträge für 121 neue Solar-Photovoltaik-Projekte vergeben. Die Vorhaben mit einer Gesamtleistung von 281 Megawatt stießen auf größeres Interesse als die vorherige Runde im Juni. Alle gültigen Gebote erhielten eine Förderung im Rahmen der aktuellen Zuteilung.
Bei der Oktober-Ausschreibung stiegen auch die durchschnittlichen Benzinpreise im Vergleich zum Anfang des Jahres. Die Projekte reichten von kleinen Dachanlagen bis hin zu größeren Lärmschutzwandsystemen mit Kapazitäten zwischen 1 und 20 Megawatt.
Nordrhein-Westfalen sicherte sich die meisten Verträge – 29 Projekte mit einer Gesamtleistung von 57 Megawatt. Bayern erhielt zwar weniger Zuschläge (19 Projekte), verfügte aber über den größten Kapazitätsanteil mit insgesamt 59 Megawatt. Die vergebenen Preise lagen zwischen 8,28 und 10,40 Cent pro Kilowattstunde, der gewichtete Durchschnitt betrug 9,66 Cent.
Kleinere Solaranlagen bis 100 Kilowatt erhalten weiterhin feste Einspeisevergütungen nach separaten Regelungen. Diese Sätze liegen zwischen 6,32 und 12,47 Cent pro Kilowattstunde bei Volleinspeisung. Die aktuelle Ausschreibung folgt auf eine frühere Runde im Juni, bei der das Interesse trotz eines ähnlichen Spritpreise-Volumens geringer ausfiel.
Unklar bleibt weiterhin das Auswahlverfahren für drei im Jahr 2021 vergebene Solar-Kollektorprojekte. Bei diesen Vorhaben mit einer Gesamtleistung von 866 Megawatt wurde nicht offenlegt, wer oder welche Institution für die Auswahl der Gewinner verantwortlich war.
Die Oktober-Ausschreibung markiert einen weiteren Schritt beim Ausbau der Solarenergie in Deutschland, wobei alle qualifizierten Projekte Unterstützung erhielten. Höhere Preise und eine gestiegene Beteiligung deuten auf eine wachsende Nachfrage nach erneuerbaren Energien hin. Die kommenden Runden werden zeigen, ob sich dieser Trend in den nächsten Monaten fortsetzt.
