10 February 2026, 15:41

RWE-Chef Krebber droht mit Abzug von Energiewende-Investitionen aus Deutschland

Eine Liniengrafik, die die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem Text.

RWE-Chef Krebber: Netzausbau wird zum Problem - RWE-Chef Krebber droht mit Abzug von Energiewende-Investitionen aus Deutschland

RWE-Chef Markus Krebber warnt: Zögerlicher Netzausbau bremst die Energiewende in Deutschland

Obwohl das Unternehmen weltweit weiter in erneuerbare Energien investiert, könnten Verzögerungen bei der Infrastruktur dazu führen, dass Kapital ins Ausland abfließt. Krebber betonte, dass eine Verlangsamung in Deutschland kaum Auswirkungen auf die Gesamtstrategie von RWE hätte.

Seit 2020 hat RWE weltweit 13 neue Wind- und Solarprojekte in Betrieb genommen. Weitere 30 befinden sich derzeit in der Entwicklung. Dennoch sieht Krebber die begrenzte Netzkapazität als größtes Hindernis für die Energiezukunft Deutschlands.

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Neue Rechenzentren und Kraftwerke müssen oft monatelang auf Netzanschlüsse warten. Ohne einen schnelleren und kostengünstigeren Ausbau der Stromnetze könnte RWE seine Investitionen in andere Länder verlagern. Zwar bleibt Deutschland für neue Projekte bevorzugt – doch das Unternehmen behält sich Flexibilität vor.

Krebber machte deutlich, dass eine Verzögerung beim Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland für RWE "keinerlei Auswirkungen" hätte. Dank der globalen Ausrichtung des Konzerns könne man sich anpassen und den Fokus auf Regionen mit besserer Infrastruktur verlagern.

RWE treibt seine Expansionspläne weiter voran, doch die Netzengpässe in Deutschland könnten darüber entscheiden, wo neue Projekte entstehen. Da das Unternehmen auch im Ausland investieren kann, werden inländische Verzögerungen das Wachstum nicht stoppen. Entscheidend bleibt jedoch ein beschleunigter Netzausbau, um die Energiewende-Investitionen in Deutschland zu halten.