Satirisches Gedicht über Baerbock und Habeck löst Eklat im Auswärtigen Amt aus
Milan Süßebier"Bild": Aufruhr im Ministerium wegen internem Spottgedicht - Satirisches Gedicht über Baerbock und Habeck löst Eklat im Auswärtigen Amt aus
Ein satirisches Gedicht, das sich über zwei ehemalige deutsche Minister - Annalena Baerbock und Robert Habeck - lustig macht, hat im Auswärtigen Amt für Aufsehen gesorgt. Das unter dem Titel "Heizung aus, Pullover an" veröffentlichte Werk erschien in der internen Mitarbeiterzeitschrift des Ministeriums, "InternAA", unter dem Pseudonym "SIGGIG". Verfasser ist Siegfried Geilhausen, Vizekonsul in Temeswar, Rumänien. In dem Gedicht werden die Politiken von Baerbock und Habeck während ihrer Amtszeit auf die Schippe genommen.
Das Auswärtige Amt entfernte das Gedicht später aus der Digitalausgabe von "InternAA" und ersetzte es durch einen Hinweis.
Obwohl Baerbock und Habeck nicht namentlich genannt werden, sind die Anspielungen eindeutig. Zeilen wie "Die Welt, feministisch nach Plan, soll gerettet werden - doch nicht alle lachten mit" oder "Glatte Reden, ohne Geschick, verloren den Blick für die Menschen" zielen auf ihr politisches Erbe. Beide waren zentrale Figuren der Ampelkoalition, bevor sie im September 2023 aus der Regierung ausscheiden.
Baerbock verließ ihr Amt als Außenministerin, um Präsidentin der UN-Generalversammlung zu werden. Habeck hingegen legte sein Amt als Vizekanzler nieder und gab sein Bundestagsmandat auf. Mittlerweile arbeitet er an einem Forschungsinstitut in Dänemark. Die Veröffentlichung des Gedichts in "InternAA", einer Zeitschrift, die unter den Mitarbeitern des Auswärtigen Amts zirkuliert, sorgte umgehend für Aufmerksamkeit. Die Behörde reagierte schnell, zog den Beitrag aus der Online-Ausgabe zurück und veröffentlichte eine Ersatzmitteilung. Der Vorfall wirft Fragen nach innerer Opposition und den Grenzen von Satire in staatlichen Institutionen auf.
Die Entfernung des Gedichts unterstreicht die Spannungen innerhalb des Auswärtigen Amts über politische Äußerungen. Geilhausens Werk - obwohl unter Pseudonym veröffentlicht - hat die unterschiedlichen Ansichten der Mitarbeiter über die frühere Regierungspolitik offenbart. Die Affäre stellt das Ministerium nun vor die Frage, wie es mit redaktioneller Verantwortung und der Zulässigkeit interner Kritik umgeht.
