Schalke 04: Ehrenrat zieht Rechtsstreit mit Ulupinar vor Oberlandesgericht Hamm
Rolf-Peter ScheelSchalke 04: Ehrenrat zieht Rechtsstreit mit Ulupinar vor Oberlandesgericht Hamm
Der Rechtsstreit zwischen Ender Ulupinar, Mitglied des Aufsichtsrats des FC Schalke 04, und dem Ehrenrat des Vereins hat eine neue Wendung genommen. Der Konflikt begann mit einem Facebook-Beitrag im Mai 2025, in dem Ulupinar den Aufsichtsratsvorsitzenden Axel Hefer kritisierte. Nun geht der Fall vor das Oberlandesgericht Hamm, nachdem zwei frühere Urteile zugunsten Ulupinars ausgefallen waren.
Auslöser des Streits war ein Facebook-Post Ulupinars im Mai 2025, in dem er Axel Hefer öffentlich kritisierte. Der Ehrenrat bewertete den Beitrag als "schädlich für den Verein" und warf Ulupinar vor, damit gegen die Satzung und die Grundwerte Schalke 04s zu verstoßen. Als Konsequenz erteilte der Ehrenrat ihm eine offizielle Rüge.
Ulupinar wies die Vorwürfe zurück und focht die Rüge rechtlich an. Das Landgericht Essen entschied zweimal in seinem Sinne und hob die Rüge wegen formeller Rechtswidrigkeit auf. Trotz dieser Urteile hat der Ehrenrat nun Berufung eingelegt – bereits zum zweiten Mal.
Der Rat begründet dies mit dem Ziel, "rechtliche Klarheit" zu schaffen, um verbindliche Richtlinien für die Auslegung der Vereinsatzung festzulegen. Mit der Berufung wird der Fall nun vor das Oberlandesgericht Hamm gebracht, was das Verfahren weiter in die Länge zieht.
Das Oberlandesgericht Hamm wird den Fall nun prüfen, nachdem zwei vorherige Urteile Ulupinar Recht gaben. Das Ergebnis könnte präjudiziell für die Anwendung der Schalke-Satzung in künftigen Konflikten sein. Bis dahin bleibt der Rechtsstreit ungelöst.
