Schalke 04 sichert Stadion-Anteil dank Fan-Genossenschaft und reduziert Schulden
Iwona RoggeMillionen-Deal: Auf Schalke eG kauft Stadionanteile - Schalke 04 sichert Stadion-Anteil dank Fan-Genossenschaft und reduziert Schulden
FC Schalke 04 macht großen Schritt in Richtung finanzieller Erholung – dank genossenschaftlicher Fan-Beteiligung
Mit Unterstützung seiner von Fans getragenen Genossenschaft hat der FC Schalke 04 einen wichtigen Schritt zur finanziellen Konsolidierung getan. Die im späten 2024 gegründete Auf Schalke eG hat nun einen 7,5-Millionen-Euro-Anteil an der Veltins-Arena erworben. Der Schritt festigt die Kontrolle des Vereins über sein Heimstadion und entlastet gleichzeitig die seit Langem bestehenden Schulden.
Die Genossenschaft war im Dezember 2024 ins Leben gerufen worden, um den Anhängern eine direkte Mitgestaltung der Zukunft des Clubs zu ermöglichen. Bis Anfang 2026 hatten bereits über 20.000 Mitglieder investiert und so mehr als 50 Millionen Euro eingesammelt – deutlich über dem ursprünglichen Ziel von 30 Millionen Euro. Mit diesen Mitteln konnte Schalke seine Schuldenlast spürbar verringern und die finanzielle Stabilität im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verbessern.
Durch den jüngsten Kauf erhöht der Verein seinen Anteil an der Veltins-Arena und sichert sich damit eine stimmberechtigte Mehrheit bei wichtigen Stadionentscheidungen. Dies folgt auf frühere Initiativen, bei denen 8.000 Mitglieder zunächst Anteile im Wert von rund 8 Millionen Euro zeichneten – damals noch unter dem angestrebten Ziel von 50 Millionen Euro.
Trotz der Fortschritte bleibt der Club mit Verbindlichkeiten in dreistelliger Millionenhöhe belastet. Die Strategie der Genossenschaft zielt darauf ab, durch frisches Eigenkapital die Schulden schrittweise abzubauen und die finanzielle Handlungsfähigkeit wiederherzustellen.
Die 7,5-Millionen-Investition markiert einen weiteren Meilenstein für die Fan-Beteiligung bei Schalke. Mit größerer Kontrolle über das Stadion und reduzierten Schulden strebt der Verein eine solidere finanzielle Basis an. Dennoch bleibt der Weg zur vollständigen Erholung lang – angesichts des Umfangs der noch ausstehenden Verpflichtungen.
