09 February 2026, 19:13

Schalke-Fans protestieren erneut gegen Clemens Tönnies bei Zweitliga-Spiel

Eine Gruppe junger Menschen in Fußballtrikots steht auf einem Fußballfeld und klatscht feiernd mit einer 'Ligue 1'-Tafel im Hintergrund.

Ehemaliger Schalke-Boss Tönnies Versteht Proteste Gegen Ihn Nicht - Schalke-Fans protestieren erneut gegen Clemens Tönnies bei Zweitliga-Spiel

Clemens Tönnies, der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende des FC Schalke 04, sah sich bei einem jüngsten Spiel der 2. Bundesliga mit erneuten Protesten von Fans konfrontiert. Anhänger zeigten beleidigende Transparente und Schilder, die sich gegen ihn richteten, und belebten damit die Spannungen zwischen dem Unternehmer und der organisierten Fanszene des Vereins neu.

Die Welle der Kritik kam zu einem Zeitpunkt, an dem Berichte über eine mögliche Berufung Tönnies' zum Ehrenpräsidenten des Vereins die Runde machten – ein Schritt, der von vielen Anhängern vehement abgelehnt wird.

Die Beziehung zwischen Tönnies und den Schalke-Fans ist seit Jahren angespannt, lange bevor er 2020 als Aufsichtsratschef zurücktrat. Trotz seines Rückzugs aus dem Amt blieb er über seine Firmentochter Böklunder finanziell mit dem Verein verbunden, die bis zur Saison 2025/2026 als Premium-Sponsor fungiert. Auch die langjährige Verbindung seiner Familie mit dem Club besteht weiter.

Während des Spiels gegen Dynamo Dresden machten die Fans ihren Widerstand mit Transparenten und Gesängen unmissverständlich deutlich. Tönnies wies die Proteste später als das Werk einer lauten Minderheit zurück und behauptete, die Beleidigungen ließen ihn kalt. Zudem fragte er sich, warum die Kritik gerade jetzt wieder aufflammte, wo seine Rolle doch ohnehin bereits reduziert sei.

In einem Podcast-Interview im November 2025 blickte Tönnies auf seine Zeit an der Spitze Schalkes zurück und räumte anhaltende Kritik ein. Konkrete Pläne für neue finanzielle Unterstützung oder strategischen Einfluss über seine bestehenden Sponsoring-Verpflichtungen hinaus nannte er jedoch nicht. Auf die Frage nach der möglichen Ehrenpräsidentschaft erklärte er, er habe sich damit noch nicht ernsthaft beschäftigt.

Die Proteste zeigen, wie tief die Gräben zwischen Tönnies und einem beträchtlichen Teil der Schalke-Fans nach wie vor sind. Zwar bleibt seine finanzielle Unterstützung bestehen, doch ein formelles Comeback im Verein würde voraussichtlich auf weiteren Widerstand stoßen. Vorerst bleibt die Situation unverändert – beide Seiten halten an ihren Positionen fest.

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