Schwerverletzter nach ICE-Zusammenstoß: Handy-Ablenkung als Unfallursache
Iwona RoggeSchwerverletzter nach ICE-Zusammenstoß: Handy-Ablenkung als Unfallursache
Schwerverletzter nach Zusammenstoß mit ICE in Leichlingen
Ein 27-jähriger Mann wurde am Donnerstagabend am Bahnhof Leichlingen von einem mit hoher Geschwindigkeit fahrenden ICE schwer verletzt. Der Unfall ereignete sich gegen 17:25 Uhr, als der Mann laut Zeugenaussagen durch sein Handy abgelenkt zu nah an die Bahnsteigkante trat. Rettungskräfte waren unmittelbar nach der Kollision vor Ort.
Augenzeugen berichteten, der Zugführer habe bei Sichtkontakt sofort eine Notbremsung eingeleitet und ein Warnsignal ausgelöst. Dennoch ließ sich der Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Der Mann erlitt schwere Verletzungen und wurde von einem Rettungshubschrauber in eine nahegelegene Universitätsklinik geflogen.
Die Bahnstrecke zwischen Leverkusen-Opladen und dem Bahnhof Leichlingen wurde nach dem Vorfall vorübergehend gesperrt. Offizielle Zahlen zu Zugunfällen in Deutschland für das Jahr 2024 liegen noch nicht vor, doch aus dem Kreis Warendorf wurden in diesem Jahr bereits 143 Schwerverletzte im Straßen- und Schienenverkehr gemeldet.
Die Bundespolizei warnte in Reaktion auf den Unfall eindringlich vor den Gefahren von Unachtsamkeit im Bahnbereich. Die Ermittler bestätigten, dass der Mann beim Benutzen seines Handys gefährlich nah am Bahnsteigrand gestanden habe.
Der Verletzte befindet sich weiterhin in ärztlicher Behandlung. Der Vorfall hat zu erneuten Appellen geführt, an Bahnsteigen besonders vorsichtig zu sein. Die Behörden betonen weiterhin, wie wichtig es ist, in der Nähe aktiver Gleise stets aufmerksam zu bleiben.






