Schwimmkurse für Geflüchtete: Wie Münster Integration im Wasser fördert
Rolf-Peter ScheelSchwimmkurse für Geflüchtete: Wie Münster Integration im Wasser fördert
Über 5.000 Viert- und Fünftklässler in Münster haben dank der Landesinitiative NRW kann schwimmen! das Schwimmen gelernt. Gleichzeitig sorgt ein weiteres Projekt in der Stadt für Aufsehen – und zwar im Bereich Integration. Das Pilotprojekt Integration des Vereins SwimSportTank e.V. hilft Geflüchteten und Migrant:innen, im Wasser und in ihrer neuen Gemeinschaft an Selbstvertrauen zu gewinnen.
Das Pilotprojekt Integration bringt Schwimmkurse direkt zu den Bewohner:innen der Unterkunft ZUE Münster. Der gemeinnützige Verein SwimSportTank e.V. organisiert die Kurse mit einem Team interkultureller Trainer:innen, von denen viele die Muttersprachen der Teilnehmenden beherrschen. So werden Sprachbarrieren bereits abgebaut, bevor es überhaupt ins Becken geht.
Die Kurse finden im Hallenbad Münster-Roxel statt, das von der Stadt zur Verfügung gestellt wird. Zu den Trainer:innen gehört Anke Sundermeier, eine ausgebildete Schwimmlehrerin, die mit geflüchteten Kindern, Frauen und erwachsenen Männern arbeitet. Ihr Fokus liegt auf Wassersicherheit, Grundtechniken und dem Aufbau von Vertrauen in einer fremden Umgebung.
Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Sparkasse Münsterland Ost, die im Schwimmen mehr als nur eine Fähigkeit sieht. Mechtild Pieper, eine Vertreterin der Bank, bezeichnete es als "einen Baustein für Integration und Perspektivenschaffung". Die Förderung stellt sicher, dass die Kosten keine Hürde für die Teilnehmenden darstellen.
Stefan Centeno Hüttemann, ein Vertreter der Bezirksregierung, dankte öffentlich den beteiligten Organisationen. Er betonte die Zusammenarbeit zwischen SwimSportTank e.V., der Stadt Münster und der Sparkasse Münsterland Ost als entscheidend für den Erfolg des Projekts. Die Wirkung der Initiative geht dabei weit über das Schwimmbecken hinaus: Sie vermittelt den Teilnehmenden ein Gefühl der Zugehörigkeit in ihrer neuen Heimat.
Bisher haben bereits Dutzende Geflüchtete und Migrant:innen in Münster durch das Projekt das Schwimmen gelernt. Mit der weiteren Unterstützung lokaler Partner sollen in den kommenden Monaten noch mehr Anwohner:innen Zugang zu den Kursen erhalten. Für viele eröffnet die Fähigkeit zu schwimmen nicht nur den Weg ins Wasser, sondern auch zu mehr Selbstständigkeit und Integration in die Gemeinschaft.






