Sechs neue Stolpersteine in Lünen erinnern an die jüdische Familie Rosenbaum aus Berlin
Jacqueline RöhrdanzSechs neue Stolpersteine in Lünen erinnern an die jüdische Familie Rosenbaum aus Berlin
Lünen verlegt sechs neue Stolpersteine für die jüdische Familie Rosenbaum aus Berlin
In Lünen wurden sechs neue Stolpersteine verlegt, um an die jüdische Familie Rosenbaum aus Berlin zu erinnern, die einst in der Borker Straße 5 lebte. Die Messingtafeln, die bis Dezember 2025 installiert werden, sind Teil der fortlaufenden Bemühungen, das lokale Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten. Ein Gedenkmarsch im Januar zog fast 100 Teilnehmer an und unterstreicht das anhaltende Engagement der Stadt für die Erinnerungskultur.
Die Veranstaltung fand am 27. Januar statt, dem bundesweiten Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Startpunkt war der evangelische Friedhof an der Kirchhofstraße, wo Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg eine Eröffnungsrede hielt. Sie betonte die Bedeutung des Datums – der Befreiung Auschwitz' – und die Notwendigkeit, die Erinnerung vor Ort lebendig zu halten.
Der Marsch führte zu zentralen Orten der Stadt, darunter die Viktoriaschule, der Hauptbahnhof und das Holocaust-Mahnmal an der Lippe. An jeder Station berichteten Vertreter der Initiative Stolpersteine Lünen, des Stadtmuseums und lokale Gästeführer über historische Zusammenhänge und persönliche Schicksale. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung vom Lünen-Süd-Blasorchester.
Im Anschluss trafen sich die Teilnehmer im Gemeinschaftszentrum St. Georg. Die Organisatoren zeigten sich erfreut über die große Resonanz und kündigten an, den Marsch künftig als jährliche Tradition zu etablieren.
Die neuen Stolpersteine für die Familie Rosenbaum aus Berlin ergänzen nun die bereits in Lünens Straßen verlegten Gedenktafeln. Der Gedenkmarsch mit seinen Stationen und erzählten Geschichten festigte das Engagement der Stadt für Bildung und Erinnerung. Künftige Veranstaltungen sollen diese Arbeit weiterführen.
