29 March 2026, 18:39

Solingen führt Mindestpreise für Uber ein – Kritik an teurerem Fahrdienst

Eine Stadtstraßenszene mit einem gelben Taxi, hohen Gebäuden mit Fenstern und Schildern, einem Metallzaun, Fahrradfahrern, einer Ampel, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Solingen führt Mindestpreise für Uber ein – Kritik an teurerem Fahrdienst

Der Stadtrat von Solingen hat eine neue Regelung eingeführt, die Mindestpreise für Fahrdienstvermittlungen wie Uber festlegt. Die Verordnung schreibt vor, dass diese Anbieter mindestens 91 Prozent des üblichen Taxitarifs berechnen müssen. Kritiker bemängeln, dass diese Maßnahme die Kosten in die Höhe treiben und den Wettbewerb einschränken werde, ohne echte Probleme zu lösen.

Die Entscheidung stößt vor allem bei der Freien Demokratischen Partei (FDP) auf scharfe Kritik. Die lokale Vorsitzende Nina Brattig bezeichnet sie als falschen Weg und warnt, dass die Regelung Kunden belasten und Innovationen im Verkehrssektor behindern werde.

In den vergangenen Jahren haben immer mehr Solingerinnen und Solinger auf Fahrdienst-Apps wie Uber zurückgegriffen. Die Dienste locken mit festen Preisen im Voraus, schnellerer Verfügbarkeit und oft günstigeren Tarifen als herkömmliche Taxis. Doch die neue Verordnung droht, diese Vorteile durch die Einführung einer Preisuntergrenze zunichtezumachen.

Nina Brattig, FDP-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, verurteilte die Entscheidung als Angriff auf den Wettbewerb. Sie argumentiert, dass künstlich erhöhte Preise vor allem junge Menschen und Gelegenheitsnutzer hart treffen würden. Ihrer Meinung nach löst die Maßnahme keine Probleme, sondern zwingt Kunden lediglich, für weniger Auswahl mehr zu bezahlen.

Brattig kritisierte zudem das Fehlen einer politischen Debatte vor der Umsetzung der Verordnung. Sie bezeichnete das Vorgehen der Verwaltung als Versuch, das erfolgreiche Geschäftsmodell von Uber ohne angemessene Diskussion zu demontieren. Über die Preisfrage hinaus forderte sie umfassende Reformen veralteter Taxivorschriften, darunter Ortskenntnisprüfungen, Standortauflagen für Fahrzeugbasen und staatlich festgelegte Tarife.

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Die FDP vertritt die Auffassung, dass kommunale Preisvorgaben sowohl innovative Anbieter als auch Verbraucher benachteiligen. Brattig warnte, solche Beschränkungen würden die Kosten erhöhen und die Flexibilität einschränken, die Fahrdienst-Apps ursprünglich so attraktiv gemacht habe.

Die neue Mindestpreisregelung in Solingen wird von Fahrdienstvermittlern verlangen, fast so viel zu verlangen wie traditionelle Taxis. Diese Änderung könnte die Bezahlbarkeit und Bequemlichkeit beeinträchtigen, die Nutzer bisher zu Apps wie Uber gezogen haben. Ohne weitere Debatte riskiert die Politik, die Verkehrsoptionen für die Bürger einzuschränken, während veraltete Vorschriften bestehen bleiben.

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