Stadt revolutioniert Finanzverwaltung mit Digitalisierung und Steuerreformen bis 2026
Rolf-Peter ScheelStadt revolutioniert Finanzverwaltung mit Digitalisierung und Steuerreformen bis 2026
In der Stadt haben sich im vergangenen Jahr tiefgreifende Veränderungen in den finanziellen und administrativen Systemen vollzogen. Die Finanzverwaltung unter der Leitung von Bernhard Bertram führte zentrale Reformen, digitale Aufrüstungen und neue Steuerregelungen ein, um die Effizienz zu steigern und die Haushaltsbelastungen zu verringern. Dazu zählen Anpassungen bei der Grundsteuer, digitale Arbeitsabläufe sowie der Umstieg auf eine cloudbasierte Buchhaltung.
Die dringendste Aufgabe bestand in der Umsetzung der deutschen Grundsteuerreform. Die kommunale Steuerabteilung führte differenzierte Bewertungsmaßstäbe ein und verschob die Frist für die Zahlung vom 15. Februar 2025 auf den 22. April 2025. Diese Verlängerung gab Grundstückseigentümern mehr Zeit, sich auf die Neuerungen einzustellen.
Gleichzeitig modernisierte die Behörde ihre Buchhaltungssysteme. Die zentrale Finanzplattform wurde auf Infoma online umgestellt, eine Cloud-Lösung, die Kosten senkt und Ausfallzeiten reduziert. Zudem wurde eine neue Software eingeführt, die den jährlichen Beteiligungsbericht automatisiert, manuelle Dateneingaben verringert und Übertragungsfehler minimiert. Die Digitalisierung schreitet weiter voran: Für Anfang 2026 ist der Start des Projekts Digitaler Rechnungsworkflow geplant. Sobald es live geht, wird es die Bearbeitung eingehender Rechnungen automatisieren und so Papierkram sowie Verzögerungen weiter reduzieren. Personelle Engpässe in der Hauptbuchhaltung haben einige Abläufe verlangsamt, doch bis zum Frühjahr 2026 soll die volle Kapazität wiederhergestellt sein. Die Einführung einer Beherbergungsabgabe hat unterdessen für einen finanziellen Schub gesorgt und entlastet den angespannten Haushalt der Stadt.
Über Steueranpassungen und digitale Aufrüstungen hinaus übernahm die Stadt auch die Energieversorgung eines großen Industriegeländes. Seit 2025 ist das neu gegründete kommunale Energieunternehmen EVM Energieversorgung Mittelrhein GmbH & Co. KG für die Wärme- und Kälteversorgung auf dem Zanders-Gelände zuständig. Dieser Schritt zielt darauf ab, die Effizienz zu erhöhen und die lokale Kontrolle über die Energiedienstleistungen zu stärken.
Abschließend überarbeitete die Finanzverwaltung die vollständigen Dienstanweisungen gemäß §32 der Kommunalhaushalts- und Rechnungsverordnung Nordrhein-Westfalen (KomHVO NRW). Die Aktualisierung stellt die Einhaltung der aktuellen Vorschriften sicher und präzisiert interne Verfahren.
Die Reformen und digitalen Modernisierungen werden die Art und Weise verändern, wie die Stadt Finanzen, Steuern und Energieversorgung verwaltet. Grundstückseigentümer erhalten mehr Zeit, um ihren Steuerverpflichtungen nachzukommen, während automatisierte Systeme schnellere Berichterstattung und weniger Fehler versprechen. Mit der erwarteten Entlastung im Personalbereich und den zusätzlichen Einnahmen aus der Beherbergungsabgabe rechnet die Stadt in den kommenden Jahren mit reibungsloseren Abläufen.
