Steinadler-Dame "Alaska" nach sechs Wochen in Freiheit wieder sicher gefangen

Jacqueline Röhrdanz
Jacqueline Röhrdanz
2 Min.
Ein Buchumschlag mit einer detaillierten Illustration von zwei New Yorker Vögeln, mit Textinformationen zu ihrer Größe, ihrem Habitat und ihren Eigenschaften.Jacqueline Röhrdanz

Steinadler-Dame "Alaska" nach sechs Wochen in Freiheit wieder sicher gefangen

Seltene Steinadler-Dame "Alaska" nach Flucht aus Greifvogelzentrum wiedergefunden

Ein seltener Steinadler mit dem Namen Alaska ist nach seiner Flucht aus einem Falknereizentrum in Deutschland wieder sicher eingefangen worden. Der Vogel, eine der größten Adlerarten der Welt, war sechs Wochen lang auf freiem Fuß, bevor er auf einem Minigolfplatz in Bad Sachsa entdeckt wurde.

Alaska, ein in Gefangenschaft aufgezogener weiblicher Adler, war aus dem Harz-Falknereizentrum in Bad Sachsa verschwunden. Anders als wilde Artgenossen hatte sie nie das Jagen gelernt, was Experten Sorgen um ihr Überleben machte. Dennoch überstand sie etwa sechs Wochen ohne Nahrung.

Steinadler sind für ihr markantes Aussehen bekannt: Sie tragen einen leuchtend gelben Schnabel und auffällige schwarz-weiße Streifen auf den Flügeln. In freier Wildbahn können sie enorme Distanzen zurücklegen – bis zu 700 Kilometer am Tag –, abhängig von Wind, Wetter und Nahrungsangebot. Alaska wurde zunächst in der Nähe des Zentrums gesichtet, doch ihr natürliches Verbreitungsgebiet hätte bedeutet, dass sie Hunderte Kilometer hätte zurücklegen können, wenn sie weitergeflogen wäre.

Am Mittwochnachmittag gelang es dem Falkner Rochus Brotzer schließlich, Alaska auf einem örtlichen Minigolfplatz wieder einzufangen. Wildtierexperten, die sonst eher mit alltäglichen Vögeln wie Stadttauben zu tun haben, hatten zuvor noch nie einen Steinadler in den Händen gehalten. Nun steht das Team vor der Aufgabe, ihre Erholung nach der unerwarteten Zeit in Freiheit zu sichern.

Die Rückkehr Alaskas kommt für das Harz-Falknereizentrum als Erleichterung – hier wird ihr Gesundheitszustand nun genau beobachtet. Da sie in Gefangenschaft aufgewachsen ist und nicht jagen kann, war ihr Überleben in der Wildnis besonders riskant. Der Vorfall wirft zudem ein Licht auf die Herausforderungen, die mit der Haltung seltener und kraftvoller Greifvögel in menschlicher Obhut verbunden sind.

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