Strabag wächst kräftig und verschiebt 40.000-Tonnen-Brücke mit Präzision
Iwona RoggeStrabag wächst kräftig und verschiebt 40.000-Tonnen-Brücke mit Präzision
Strabag, Deutschlands größtes Bauunternehmen, verzeichnet im ersten Halbjahr 2025 kräftiges Wachstum
Der Konzern meldet einen Umsatzanstieg um sieben Prozent auf 8,9 Milliarden Euro, während das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 58 Prozent auf 129,4 Millionen Euro kletterte. Zudem gelang dem Unternehmen im Juni ein technisches Meisterstück: In Rinsdorf verschob Strabag ein 40.000 Tonnen schweres Brückensegment um 20 Meter.
Seit Anfang 2025 führt Stefan Kratochwill das Unternehmen als Vorstandsvorsitzender. Unter seiner Führung festigte Strabag seine Position als Marktführer in Österreich und Deutschland. In Österreich hält das Unternehmen einen Marktanteil von fünf Prozent, in Deutschland sind es zwei Prozent.
Der Auftragsbestand des Konzerns stieg bis Ende Juni auf 28,4 Milliarden Euro – ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Parallel dazu investiert Strabag jährlich mehr als 20 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung.
Eines der herausragenden Projekte 2025 war die A45-Talbrücke in Rinsdorf. Im Juni verschoben Ingenieure ein 485,5 Meter langes Brückenteil inklusive Pfeiler und Fundamente um 20 Meter. Dabei galt es, insgesamt 40.000 Tonnen zu bewegen.
Kratochwill betont immer wieder die Bedeutung von Infrastrukturinvestitionen. Er bezeichnet sie als das "Lebenselixier" einer modernen Wirtschaft und den "Motor der wirtschaftlichen Entwicklung". Jeder in Infrastruktur investierte Euro entfalte demnach eine multiplikative Wirkung, schaffe Arbeitsplätze und stärke die regionale Wettbewerbsfähigkeit.
Auch die österreichische Bundesregierung setzt auf Infrastruktur: Für 2025 sind Ausgaben in Höhe von 9,9 Milliarden Euro geplant – das entspricht etwa zwei Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes.
Die finanziellen Erfolge und ingenieurtechnischen Leistungen von Strabag unterstreichen seine zentrale Rolle im europäischen Bausektor. Mit steigenden Umsätzen, einem wachsenden Auftragsbestand und prestigeträchtigen Projekten baut das Unternehmen seinen Einfluss weiter aus. Gleichzeitig zeigt die staatliche Infrastrukturförderung in Österreich, wie stark die Wirtschaft auf Entwicklung und Arbeitsplatzschaffung setzt.






