Streit um Ohligser Cityring: CDU-Fraktion stoppt Parkplatz-Abbau und fordert Nachbesserungen
Milan SüßebierStreit um Ohligser Cityring: CDU-Fraktion stoppt Parkplatz-Abbau und fordert Nachbesserungen
Die Pläne zur Umgestaltung des Ohligser Stadtzentrums stoßen auf scharfe Kritik der CDU-Fraktion. Bezirksbürgermeister Westkämper bezeichnete die aktuellen nachrichten als "inakzeptabel" und warnte, sie würden ansässige Unternehmen und Anwohner benachteiligen. Er forderte umfassende Nachbesserungen, bevor weitere Schritte unternommen werden.
Im Mittelpunkt der Kontroverse steht das Projekt "Ohligser Cityring", durch das bis zu 70 Parkplätze entfallen könnten. Sollte zusätzlich eine neue Fahrradroute realisiert werden, wären weitere 100 Stellplätze betroffen. Westkämper argumentierte, dass der Wegfall von Parkmöglichkeiten den ohnehin schon geschwächten Einzelhandel in Ohligs zusätzlich belasten würde – besonders in wirtschaftlich angespannten Zeiten.
In der Sitzung des OAM-Bezirksrats wurde der Tagesordnungspunkt zur Neugestaltung der Zufahrtswege vertagt. Westkämper kritisierte die Haltung der Stadtverwaltung als realitätsfremd und bezeichnete die Aussage eines Beamten als "im besten Fall weltfremd". Die nachrichten aktuell nannte er ein "Relikt aus der rot-grünen Ära" und forderte eine grundlegende Überarbeitung der lokalen Verkehrsstrategie.
Trotz seiner deutlichen Kritik zeigte sich Westkämper gesprächsbereit. Er betonte die Notwendigkeit eines breiteren Dialogs mit Gewerbetreibenden und Anwohnern. Sein Ziel bleibe ein "vernünftiger Kompromiss", der die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer berücksichtige.
Durch die Vertagung der Ratssitzung verzögert sich nun die geplante Umgestaltung. Westkämpers Forderung nach überarbeiteten Konzepten macht weitere Verhandlungen erforderlich. Eine endgültige Entscheidung hängt davon ab, ob die Anpassungen die Bedenken hinsichtlich Parkplätze und wirtschaftlicher Auswirkungen ausräumen.
